Ungebremstes Vergnügen

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Christina

Mit ihrem Blick für Details erkundet Christina Schwemberger Land,... Zum Autor

Es kommt mir vor, als wäre Weihnachten 2011 besonders schnell vorbeigegangen. Gerade noch haben wir den Weihnachtsbaum geschmückt und jetzt liegt er zur Entsorgung am Straßenrand. Die Weihnachts-Deko ist auch schon wieder im Keller verschwunden. Was von Weihnachten bleibt, sind die Geschenke der Kinder, mit denen sie jetzt spielen. Besonderen Wert haben dabei die Geschenke der Großeltern.  Meistens ist es Spielzeug, das die Kinder von ihren Eltern nie bekommen würden. Da gab es einmal einen singenden Weihnachtsmann, der uns fast wahnsinnig machte, Fingermalfarben, die von der Couch nicht mehr rausgingen und eine Kindertrompete, die eine eventuelle Blasinstrumentkarriere unserer Kinder beendete, bevor sie überhaupt in Frage gekommen wäre.

Dieses Jahr war es wieder etwas, auf das wir nicht gekommen wären: eine aufblasbare Rodel. Mal 2, da 2 Kinder. An und für sich eine nette Idee, wenn nicht auf der Packung gestanden wäre, dass die Benutzung unter 10 Jahren nur mit einem Erwachsenen erlaubt ist, da diese Rodel eine Affengeschwindigkeit erreichen kann und kaum zu bremsen ist. Na Bravo. Das haben die Großeltern wohl übersehen.

Unseren Kindern war das egal. Also beschlossen wir, die Rodeln nicht allzu stark aufzublasen und nicht auf eine Rodelbahn zu gehen, sondern auf einen schönen beschneiten Hang –  selbstverständlich unter unserer Aufsicht. In Oberperfuß-Berg fanden wir den perfekten Übungsplatz für unsere aufblasbaren Rodeln. Und wir hatten sehr viel Spaß! Passieren konnte hier nichts, weil der Hang auf der anderen Seite wieder hinauf geht und man somit automatisch abgebremst wird. Die Rodeln gingen (vielleicht dadurch, dass wir sie nicht ganz aufgeblasen haben) auch nicht viel rasanter als ein Plastikbob. Der Vorteil ist, dass die Rodeln extrem leicht sind und somit einem ständigen Auf und Ab nichts im Wege stand (Positiver Nebeneffekt: den Stepper brauchten die Mamas an diesem Tag nicht mehr, um das nötige Training zu absolvieren). Noch ein Vorteil: im Sommer kann man sie als Lutzmatratzen nützen.

Fazit: Es muss nicht immer eine Rodelpartie auf einer Rodelbahn sein. In Tirol gibt es viele tolle Hänge, an denen man mit Bobs & Co viel Spaß haben kann.Bewegung hat man genauso viel, frische Luft ebenso und der Fun ist von Anfang an mit dabei. Danke, Oma und Opa. Bin schon gespannt, was es nächstes Jahr gibt…

MVI_1109

Allgemein, Familie, Winter

1 Kommentar

  • theres
    liebe Leute, das sieht ja verführerisch aus! Ist diese Plastikrodel das sogenannte Airboard, mit dem waghalsige Typen zwischen zwölf und zwanzig über manche Pisten flitzen? In einem Tempo, das man sonst nur beim Skydiving erreicht. Jedenfalls zeigt ihr dass es nur auf den Hausverstand ankommt, die Dinger auch richtig zu nützen und dass Tirol total verführerisch ist in punkto "einfach nur raus". Herrlich! Und man darf tatsächlich alle Schneewiesen betreten? Grüße aus dem kalten Wien.