Kinder, es geht rund am Glungezer!

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Christina

Mit ihrem Blick für Details erkundet Christina Schwemberger Land,... Zum Autor

Ein feiner Sitz

Ab sofort ist Tirol um eine innovative Familien-Attraktion reicher. Am Glungezer wurde vergangenes Wochenende der „Kugelwald“ eröffnet. Da ich die Idee sehr gut fand, habe ich den Kugelwald bereits am Freitag mit vier Kindern getestet, um zu sehen, ob der Wald hält, was sein Name verspricht.

Ausgangspunkt ist die Talstation der Glungezerbahn in Tulfes. Da wir sonst kaum die Gelegenheit haben, mit einem Sessellift zu fahren, war die Auffahrt für die Kinder allein schon ein Erlebnis für sich – wie bequem es sein kann, einen Berg zu bezwingen ;)

Den Eingang des Kugelwaldes neben der Mittelstation Halsmarter sieht man schon von weitem. Die hochwertigen, bowlingkugelgroßen Zirbenkugeln bekommt beim Berggasthof für einen Einsatz von je 10 €, davon bekommt man 8 € wieder retour, was mehr als fair ist.

Los geht's

Die Kugelbahnen sind toll

Die Kugeln werden von den Kindern mit Seilzügen zu den Bahnen hochgezogen, die sich durch den Wald schlängeln. Man weiß nie genau, auf welchen Weg die Kugeln wieder zurückkommen, genaues Beobachten ist angesagt. Es gibt viele Möglichkeiten, die Kugel rollen zu lassen, mal rollt sie weiter oben, mal weiter unten, mal unten durch, mal kreuzüber. Es gibt viel zu entdecken!  Ein Magnet für Kinder und Eltern ist das Kugelspiel, bei dem man versuchen muss, die Kugel in das Loch in der Mitte zu versenken. Das funktioniert durch Ausbalancieren und somit nur durch Teamarbeit. Ein tolles Baumhaus lädt zudem zum Spielen ein. Inzwischen können sich die Eltern auf einer der einladenden Sitzgelegenheiten die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, die zwischen die Bäume immer wieder durchlblitzt. Dabei hat man stets den angenehmen Duft der Zirbe in der Nase. Die Bahnen sind in ehrenamtlicher Tätigkeit von vielen fleißigen Händen aus Zirbenholz gezimmert worden, deshalb duftet der ganze Wald auch so herrlich nach dieser Holzart.

Gar nicht so leicht, das Kugelspiel

Hurra, ein Baumhaus!

 

Mit der Erfindung des Kugelwaldes ist der Ideengeberin Silvia Pfeil etwas wirklich Einzigartiges gelungen. Nicht nur, weil der Kugelwald die größte Holzkugelwald der Welt ist! Eindrucksvoll erfahren hier Kinder, welche Erlebniswelt in einem Wald steckt – ganz  ohne Technik, nur mit dem, was der Wald hergibt. Als pädagogisch besonders wertvoll gelten Kugelbahnen sowieso, sie fördern u. a. die visuelle Wahrnehmung, die Auge-Hand-Koordination, Kreativität und Phantasie. Damit letztere besonders angeregt werden, liegen Teile von Bahnen im Wald, die von den Kindern selber nach Lust und Laune zusammengesetzt werden können. Da hat man richtig Mühe, die Kinder wieder zum Gehen zu bewegen :)

Weitere Informationen findet man unter:  http://www.hall-wattens.at/de/kugelwald.html

Der Bergsommer kann kommen

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