Das Hahntennjoch – Einstieg in die Adlerwegetappen der Lechtaler Alpen

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Georg

Ob beim Drachenfliegen, beim Biken, beim Snowboarden oder bei der... Zum Autor

Für Motorradfahrer ist die Paßstraße schon lange ein Begriff. Auch die Einheimischen nützen die Verbindung von Imst ins obere Lechtal als Alternative zur Fernpaßstraße. Für Wanderer und Bergsteiger ist das knapp 1.900 Meter hoch gelegene Hahntennjoch ein optimaler Ausgangspunkt, um in die alpinen Varianten des Adlerwegs einzusteigen. Und dazu benötigt man nicht einmal mehr das eigene Auto: Seit heuer verkehrt in den Sommermonaten (bis 30. September) ein Postbus viermal täglich von Imst bzw. Elmen im Lechtal aus über die rund 30 Kilometer lange Paßstraße. Den Fahrplan gibt´s hier.

 

Blick durchs Plötzigtal zu den Allgäuer Alpen

 

Damit lassen sich die Touren leichter planen und durchführen. Richtung Westen führt die Route über die Etappen A19 bis A24 über die Hanauer Hütte, Steinseehütte, Württembergerhaus, Memminger Hütte, Ansbacher Hütte, Kaiserjochhaus und Leutkircher Hütte bis nach St. Anton am Arlberg. Von hier kommt man mit der Bahn direkt zurück nach Imst. Man muss natürlich nicht den gesamten Weg bis St. Anton zurücklegen, sondern kann von jeder Hütte auch ins Inntal oder Lechtal absteigen und mit den Öffis stündlich zurück zum Ausgangspunkt fahren. Unter diesem Link kann man die Adlerwegroute von der Anhalter Hütte bis zur Memminger Hütte aus der Adlerperspektive verfolgen.

 

Blick zur Anhalter Hütte und Heiterwand

 

Richtung Osten gelangt man auf den Etappen A19, 18 und 17 bis nach Ehrwald. Der Übergang über das Steinjöchl zur Anhalter Hütte ist außerdem eine relativ leichte Tagestour. Man startet vom Hahntennjoch in Nördlicher Richtung und erreicht nach einer knappen Stunde und exakt 300 Höhenmetern das Steinjöchl. Auf der anderen Seite hat man einen grandiosen Ausblick in die nördlichen Lechtaler Alpen und die Allgäuer Alpen. Nach einem kurzen Abstieg und Gegenanstieg erreicht man die traumhaft gelegene Anhalter Hütte. Hüttenwirtin Carmen hat einige kulinarische Köstlichkeiten auf Lager und das obwohl es zur Hütte weder Zufahrt noch Materialseilbahn gibt. Sie wird zwei mal pro Jahr mit dem Hubschrauber versorgt. Besonders empfehlen kann ich den hausgemachten Apfelstrudel!

 

Adlerwegstele bei der Anhalter Hütte

 

Der Weg retour erfolgt entweder auf der gleichen Route oder man wandert durchs Plötzigtal hinunter nach Bschlabs oder Boden. Von hier entweder zu Fuss oder mit dem Bus zurück zum Hahntennjoch.

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