Der Höhepunkt Tirols

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Georg

Ob beim Drachenfliegen, beim Biken, beim Snowboarden oder bei der... Zum Autor

Rund um Obergurgl im hinteren Ötztal befinden sich die höchsten Berge Österreichs. Praktisch alle Gipfel sind Dreitausender, viele davon über 3.500 Meter hoch. Das kleine Dorf liegt selbst auf 1.930 Metern Seehöhe und gehört zu den höchst gelegenen Dauersiedlungen des Landes. Von hier aus kann man viele Bergtouren starten, so z.B. auch jene Etappe zur höchst gelegenen Übernachtungsmöglichkeit am Adlerweg, dem Ramolhaus (3.006m).

 

Sonnenaufgang am Schalfkogel (3.540m)

 

Die hier beschriebene Wanderung ist jedoch auch für weniger trainierte Wanderer ein Genuss: Die Wege sind gut ausgebaut und insgesamt muss man auf den fünf Kilometern nur rund 250 Höhenmeter überwinden. Vom Zentrum in Obergurgl wandert an den steinernen Häusern des Universitäts-Forschungszentrum vorbei Richtung „Zirbenwald“. Wie so vieles hier ist auch der Zirbenwald der höchst gelegene Wald Österreichs. Er reicht bis in eine Höhe von 2.300 Metern hinauf. Entlang des Weges im Zirbenwald gibt es interessante Schautafeln, die die Entstehung der Natur und die lange zurückreichende Besiedelung des hinteren Ötztals aufzeigen. Man konnte z.B. feststellen, dass der Wald vor rund 2300 Jahren niedergebrannt wurde, um weitere Weideflächen für das Vieh zu bekommen. Es wurden auch Getreidesamen gefunden.

 

Kleiner Wasserfall am Beilstein

 

Nach der kurzen Passage durch den Zirbenwald zweigt man rechter Hand, leicht abwärts zur Gurgler Ache ab. Man orientiert sich nun immer an den Wegweisern zum „Beilstein“. Auf einer Brücke überquert man die gletscherwasserführende Ache und steigt gleich danach auf einem Pfad einige Höhenmeter hinauf bis man links weiter zum Beilstein wandert. Hier kann man unschwer die formende Kraft des Gletschers erkennen: Steine mit Gletscherschliff, runde Formen und Hochmoore prägen das Landschaftsbild.

 

Vom Gletscher geformte Landschaft

 

Der Rückweg vom Beilstein auf rund 2100 Metern Seehöhe folgt der Aufstiegsroute, bzw. kann man die Strecke beliebig im Bereich des Zirbenwalds verlängern.

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