Großvenediger – Spektakuläre Höhenwanderung im Virgental Teil 1

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Georg

Ob beim Drachenfliegen, beim Biken, beim Snowboarden oder bei der... Zum Autor

Das Osttiroler Virgental ist für mich eines der schönsten Täler Tirols. Unten im Tal findet man traditionelle Holzhäuser, die alle mit Blumen geschmückt werden. In den mittleren Höhen zwischen 2.000 und 2.800 Meter Seehöhe verläuft der hier beschriebene Höhenweg, der ein Teil des Osttiroler Adlerwegs (Etappen O 11 – O 15) ist. Ganz oben beherrschen die Eisriesen der Venediger Gruppe in den Hohen Tauern das Landschaftsbild. Die hier beschriebene Mehrtageswanderung kann man je nach Kondition in 5, 4 oder 3 Tagen erwandern. Die Wege sind in einem sehr guten Zustand und durchgehend als mittelschwierige Bergwege (roter Punkt auf den Wegweisern) klassifiziert.

 

Die blumengeschmückte Gotschaunalm (1.945m)

 

Der Start dieser Tour ist im Zentrum der Gemeinde Virgen. Hier orientiert man sich an den Wegweisern zur Gotschaunalm und zur Bonn Matreier Hütte. Auf dieser ersten Etappe muss man auf einer Länge von rund 8 Kilometern etwa 1.550 Höhenmeter zurücklegen. Dafür hat man dann eine der höchst gelegenen Alpenvereinshütten Tirols erreicht. Auf der Bonn-Matreier Hütte (2.745m) wird man von Hüttenwirt Wolfgang und seinem Team erst einmal mit einem verdienten Schnapsl empfangen. Der Ausblick ist ein Traum: von der Schobergruppe sieht man bis hinüber zu den Dolomiten und zu den Eisriesen des hinteren Virgentals.

 

Anstieg zur Bonn-Matreier Hütte

Am nächsten Tag wandert man immer zwischen 2.300 und 2.800 Meter Seehöhe taleinwärts. Man überschreitet kleine Scharten und durchwandert alpine Wiesenhänge, voll mit hochalpinen Blumen. Der Weg zum nächsten Etappenziel, der Sajathütte, ist rund 12 Kilometer lang und in rund 5 Stunden zu bewältigen. Kurz nach der Hälfte der Tour kommt man bei der bewirtschafteten Eisseehütte vorbei. Die große Sonnenterrasse lädt zu einer ausgiebigen Mittagspause ein!

 

Murmeltier bei der Eisseehütte

 

Auf dem letzten Kilometer hat man die Sajathütte (2.575m) immer im Blick. Die zurecht als „Schloss in den Alpen“ bezeichnete Hütte wurde von einer Lawine Ende April 2001 vollständig zerstört und innerhalb nur eines Jahres vollständig wieder aufgebaut. Der Komfort auf dieser Hütte ist im Vergleich einer der besten die ich kenne! Für Kletterfreaks gibt´s sogar eine Indoorkletterwand! Auch die Kulinarik kommt hier oben nicht zu kurz. Ich hab mich für den Gamsbraten mit Rotkraut und Semmelknödel entschieden. Lecker!!!

 

Die letzten Meter zur Sajathütte

 

Fortsetzung folgt!

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