Großvenediger – Spektakuläre Höhenwanderung im Virgental Teil 2

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Georg

Ob beim Drachenfliegen, beim Biken, beim Snowboarden oder bei der... Zum Autor

Der zweite Teil dieser Höhenwanderung führt von der Sajathütte über die Johannishütte am Fuße des Großvenedigers hinüber zur Essener- und Rostocker Hütte und wieder hinunter ins Virgental nach Ströden bzw. Hinterbichl. Die Tour teilt man am besten wieder auf zwei weitere Tage auf.

 

Blick von der Sajatscharte zu den Simonyspitzen

 

In der Früh startet man von der Sajathütte zunächst steil bergauf. Nach rund 200 Höhenmetern hat man die Sajatscharte, den engen Übergang ins Dorfertal, erreicht. Hier tun sich ganz neue Perspektiven auf: Der Blick zur Westlichen und Östlichen Simonyspitze in der Morgensonne ist atemberaubend! Nun folgt der Abstieg zur Johannishütte, die auf rund 2.100 Metern Seehöhe im Talgrund des Dorfertals liegt. Nun muss man sich entscheiden, ob man über Nacht bleiben möchte, um eventuell noch die Talschlüßwanderung Richtung Großvenediger zu machen, oder heute noch, rund dreieinhalb Stunden, über das Türmljoch zur Essener- und Rostocker Hütte weitermarschiert.

 

Blick vom Türmljoch zu den Malham- und Gubachspitzen

 

Der Anstieg zum Türmljoch (2.790m) führt über einen angenehmen Steig, nicht zu steil und gut befestigt. Jenseits des Jochs steigt man ins wildromantische Maurertal ab. Beeindruckend ist die Größe des Gletscherbachs. Er wird gespeist von den umliegenden Gletschern (hier in Osttirol sagt man oft „Kees“ dazu). Kurz vor der Essener- und Rostocker Hütte kann man noch einen Abstecher zum Simonysee (unter den gleichnamigen Spitzen) machen. Vor wenigen Jahren kalbte der Gletscher noch direkt in den hellblau-milchigen Bergsee. Heute befindet sich der untere Teil des Kees´ bereits ein paar hundert Meter oberhalb.

 

Mächtiger Gletscherbach bei der Essener- und Rostocker Hütte

 

Bei der Hütte angelangt macht man es sich am besten auf der großen Sonnenterrasse gemütlich. Mein Tipp: Der Kaspressknödel ist unschlagbar, auch der Wurstsalat exzellent! Der Abstieg ins Virgental dauert noch rund zweieinhalb Stunden ehe man den Parkplatz Ströden erreicht. Von hier fährt drei mal am Tag ein Bus zurück Richtung Prägraten und weiter nach Virgen-Matrei. Rund eine halbe Stunde wandert man von hier ins nächste Dorf nach Hinterbichl von wo aus praktisch stündlich Busse talauswärts fahren. Die Fahrplaninfo gibt es hier.

Die Hütten haben noch bis etwa Ende September/Anfang Oktober geöffnet, die Sajathütte sogar bis 1. November.

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