Mit dem Nachtwächter per pedes durch Innsbrucks Altstadt

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Ines

Große Städte, helle Lichter: In Großstädten fühlt sich Ines... Zum Autor

Wissen Sie, wie der Ausdruck “Schlitzohr“ entstand? Was einem Bäcker zu Kaiser Maximilians Zeiten wiederfuhr, wenn der Brotlaib einmal zu klein ausfiel? Oder warum vier Tiere am Vierviecherplatz „hausen“?

Letzten Sonntag sind meine Familie und ich dem Nachtwächter durch Innsbrucks Gassen gefolgt und haben viel Neues über die Zeit erfahren, als der Stadtrichter noch über die Stadt wachte. Ausgestattet mit einer Hellebarde und Laterne zog der Nachtwächter damals Abend für Abend durch die Innenstadt und sorgte für Ruhe und Ordnung.

„Nachtwächterin“ Sonja von Per Pedes erzählte uns in der einstündigen Stadtführung lustige Anekdoten aus dem Alltagsleben der damaligen Zeit und führte uns in die verstecktesten Winkel von Innsbrucks Altstadt. Kennen Sie etwa den Flüsterbogen in der Hofgasse? Nach Ende unserer „anstrengenden Nachtschicht“ wurden wir mit einem Tiroler Schnapserl verwöhnt – in einer dunklen Gasse natürlich, schließlich durfte uns der Stadtrichter nicht erwischen.

Übrigens: Unehrliche Bäcker wurden damals kopfüber in die sogenannten Ritschen getunkt. Die tiefen Rinnen zogen sich quer durch die Altstadt und enthielten neben Unrat auch andere – wie Sie sich vielleicht vorstellen können –  nicht gerade wohlriechende Sachen.

Den Rest verrate ich Ihnen nicht, lassen Sie sich selbst vom Nachtwächter „heimleuchten“. Entweder Sie buchen eine Privatführung oder nehmen am 1. oder 15. Dezember 2012  an einer öffentlichen Führung teil. Treffpunkt ist jeweils um 19 Uhr vor dem Stadtturm, schließlich haust dort der strenge Stadtrichter und entsendet seine Nachtwächter zum Dienst.

Alle Infos zur Stadtführung und Per Pedes: www.perpedes-tirol.at

1 Kommentar

  • Petra
    Wir haben auch teilgenommen. Nur mit der Unterkunft waren wir nicht ganz zufrieden.