Mach’s noch einmal, bitte!

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Christina

Mit ihrem Blick für Details erkundet Christina Schwemberger Land,... Zum Autor

Okay, okay! Obwohl bereits auf Frühling eingestellt, hole ich noch einmal die Rodel aus dem Keller, ich bin ja nicht so. Als Ziel unserer letzten Rodeltour für heuer  haben wir die Rauthütte am Fuße der Hohen Munde gewählt.  Ich bin dort noch nie gewesen, deshalb ist sie der perfekte Abschluss für die heurige Rodelsaison.

Vom Ortsteil Moos bei Leutasch gelangt man den Schildern folgend zum großzügigen Parkplatz zur Rauthütte – mit 2 € Parkgebühr für den ganzen Tag ein richtiges Schnäppchen!

Verlässlicher Wegweiser

Wir folgen der Beschildung  „Rauthütte“. Die Gehzeit ist mit 1,5 Stunden bemessen. Der Weg bahnt sich durch Wald. Es ist liegt noch viel Schnee, nur am Fuße mancher Bäume kann man schon den Waldboden sehen und riechen. Es begegnen uns nur wenige Rodler. Liegt es an der griffigen, hügeligen Rodelbahn? Oder ist sie zu flach? Zweiteres ist definitiv nicht der Grund, wie ich eine Kurve weiter zu begreifen beginne. Die Bahn zieht nach 20 Minuten Gehzeit ziemlich an und wird sehr steil. Teilweise wünschte ich, es gäbe Stufen im Schnee wie bei einer Treppe. Ich spare ich mir heute den Stepper, auch nicht schlecht. Zwischen den Bäumen hat man zeitweise  Aussicht auf Leutasch.

Aussicht nach Leutasch

Nach ca. einer Stunde Gehzeit kommt man aus dem Wald heraus. Die Hohe Munde bäumt sich vor einem auf, ein mächtiges Bergmassiv – eindrucksvoll. Nur mehr ein paar Schritte und man erreicht die Rauthütte. Der Einladung der Sonnenterrasse, Platz zu nehmen, folgen wir bei diesem Bilderbuchwetter gern.  Der Handymast am Dach der Hütte sorgt zudem dafür, dass Fotos von der wolkenlosen Aufsicht auf die Berge des Inntals an verhinderte Freunde zuverlässig weitergeschickt werden können. Antworten bleiben seltsamerweise aus.

Beliebtes Ziel für Skitourengeher

Uns fällt auf, dass die Hütte vor allem Ziel von Skitourengehern ist, besonders für die Hundebesitzer unter ihnen. Rechts von der Hütte hat man Aussicht auf einen Teil der Munde. Heute kann man dort  ein paar Skifahrer in Miniaturform beobachten,  wie sie sich langsam durch den Tiefschnee herunter wagen. Ich bekomme eine Gänsehaut, doch ich vertraue darauf, dass sie wissen, was sie tun und über die Lawinenwarnstufe informiert sind.

Kulniarischer Genuss inklusive

Ein leichter, aber lästiger Wind vertreibt uns später in die Hütte, was sich nicht als Nachteil herausstellt. Großzügig und hell, mit Panoramafenstern, die den Blick weiterhin in die Ferne schweifen lassen, empfängt uns die Gaststätte. Der Hüttenwirt ist freundlich und zuvorkommend. Man merkt, dass viele Besucher Stammgäste sind, der Hüttenwirt spricht immer wieder Leute mit Namen an und erkundigt sich nach deren Wohlbefinden. Sehr sympathisch. Die Kasknödelsuppe für 5,50 € und der Schweinsbraten um 8,90 €  sind nicht nur reichlich und appetitlich angerichtet, sondern schmecken lecker. Hier wird alles richtig gemacht!

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Gerne im Sommer wieder

Warum das Ziel vor allem bei Skitourengehern und nicht Rodlern beliebt ist, wird mir beim Hinunterrodeln wieder bewusst. Die Bahn ist im ersten Teil einfach zu steil! Wenn es hier eisig ist, kann man es ganz vergessen.  Für uns ist das heute kein Problem, bei dem sonnigen Wetter stand das Genießen auf der Hütte im Vordergrund.  Die Rauthhütte wird uns wieder sehen – im Sommer werde ich sie nochmals mit unseren Kindern testen. Die Rauthhütte gilt als besonders kinderfreundlich. Wir freuen uns  schon. Nähere Infos: http://www.rauthhuette.at/

Hüttenhund Emma genießt die Aussicht:)

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1 Kommentar

  • Petra
    Wie gern ich solche Beiträge über die Winterzeit und den Schnee lese. Vor allem dann wenn der winter wieder naht. Da freu ich mich dann immer auf den Schnee. :) Daher danke für diesen Beitrag. Nun kann ja der Winter und der Winterurlaub kommen. Freue mich schon riesig drauf. Lg aus Hinterglemm, Petra