Geschichten vom Inntal-Radweg

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Christian

Christian Klingler erkundet Tirol bis in die hintersten Winkel und... Zum Autor

Radfahren ist Sport? Radfahren ist Natur? Ein bisschen von beidem sicherlich. Radfahren ist Geschichten erleben, würde ich allerdings eher sagen – besonders am Innradweg.

Kate, Vicky und Mike

Die perfekte Welle
Mike heißt in Wirklichkeit Michael, aber er hat sich seinen zwei Begleiterinnen angepasst. Zusammen urlauben sie für eine Woche im Tiroler Oberland, irgendwo beim Eingang ins Ötztal. Mountain biken und Outdoor-Trendsport, das geht nirgends besser als hier, meinen sie. Beim ehemaligen Crazy Eddy entsteht am Inn eine perfekte Welle. Und wenn der Wasserstand passt, dann kann man hier ganz easy surfen. Nicht umsonst heißt ein Badestrand am Inn ein paar Kilometer flussaufwärts Hawaii Beach.

Missy, Lisa und Elena

Zweimal die Woche holen die Mädels ihre Rennmaschinen raus und kurbeln als flotter Dreier über die Tiroler Bundesstraße B171. Raus aus dem Alltag, raus aus dem bewegungsarmen Büro, einfach die Bewegung spüren und die Gedanken befreien. Heute geht es unterhalb der Martinswand hinauf bis Telfs – Windschatten fahren, jeder leistet ein paar Minuten Führungsarbeit und wird dann abgelöst.
Jetzt stehen ihnen 20 Minuten knackige Steigung hinauf auf das Hochplateau von Seefeld bevor. Dort trinken sie in der Fußgängerzone ein Latella forte – was immer da drin ist – und genießen dann die Abfahrt wieder hinunter Richtung Innsbruck.

Alois

Oberländer Apfel

Der Oberländer Apfel

Mit Alois hab ich in Haiming nur kurz reden können. Viel Zeit hat er nicht für mich gehabt, denn er ist grad ganz oben auf einer wackligen Holzleiter gestanden und hat frische rote Kirschen geerntet. Ja, seit 15 Jahren lebt er vom Obstanbau und sie sind stolz hier auf den „Oberländer Apfel“. Hier in der Gegend werden vor allem Äpfel angebaut, aber auch Kürbisse, Zwetschken und Erdäpfel.

Ulli, Knödel und Raftingboote

Radler und Knödelsuppe im Gastgarten

Radler und Knödelsuppe im Gastgarten

Zeit wird es langsam für eine Pause, dafür haben wir uns den Gasthof „Rafting Alm“ ausgesucht. Der liegt Society-strategisch günstig bei einem „offiziellen“ Ausstieg aus der Imster Schlucht. Hier kommen im 10-Minuten-Takt Raftingboote an, die oben in Imst losgefahren sind, meist mit 8 oder 10 Passagieren plus Guide besetzt. Richtig erfrischt sehen sie aus, manche erleichtert, denke ich, einige ganz euphorisch wie auf einem Endorphin-Trip.

Der Gastgarten ist gefüllt mit Radfahrern, Kletterern, Wassersportlern, dazu einige Tagesausflügler, die nur zum Schauen kommen. Ist ja auch ein lohnendes Ziel hier, den ganzen Tag tut sich was. Ich frag Ulli, die uns die Knödelsuppe bringt, was sie aus Oberösterreich hierher verschlagen hat und tippe auf die Liebe. Ganz falsch, meint sie lachend, erstens kommt sie aus dem Salzburger Flachgau und zweitens gefällt es ihr einfach hier zu arbeiten. Sommer und Winter was los, gute Freizeitmöglichkeiten und einfach feine Leute hier. Na dann, Ulli, willkommen in Tirol.

Geschichten vom Inntalradweg

In lockerer Folge lest ihr in dieser kleinen Serie die besten Geschichten aus dem Tiroler Abschnitt des Inntal-Radwegs. (To be continued. Alle Fotos © ck)

3 Kommentare

  • Esther_Blogtirol
    Hallo Christian! Super Fotos & nette Gschichtn. Stimmt. Im Inntal ist immer was los & radelnd bekommt man besonders viel mit! Nächstes mal nicmmst mich mit!
    • Christian K.
      Gerne! - wenn ich in deinem Windschatten fahren kann ;-)
  • Christian K.
    Ich bekomme starke Konkurrenz: @AngelikaMandler ist unterwegs am #Innradweg und berichtet von ganz viel Genuss ;-) http://www.wiederunterwegs.com/genussradweg-tirol/