Meine drei schönsten Herbstwanderungen

Aktualisiert am 08.11.2017GeorgGeorg

Die Wandersaison ist noch längst nicht beendet, ganz im Gegenteil: Der September gilt mit seinem stabilen Wetter als DER Wandermonat schlechthin. Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn am 1. September möchte ich drei meiner Lieblingstouren vorstellen. So unterschiedlich diese Wanderungen auch sind, sie haben alle drei eines gemeinsam: Keine Tour hat mehr als 500 Höhenmeter, somit hält sich die Anstrengung im Rahmen.

 

1  Vom Zillertal aufs Pfitscher Joch

Mit dem öffentlichen Bus oder dem PKW (Maut) fährt man von Mayrhofen über Ginzling zum Schlegeis Stausee auf knapp 1.800 Metern Seehöhe. Schon hier ist das Panorama beeindruckend: Der hellblaue Schlegeissee mit dem gleichnamigen Gletscher im Hintergrund. Hier beginnt eine der schönsten und technisch einfachsten Wanderungen in hochalpinem Gebiet. Der Weg wurde mit großen Steinplatten und Stufen so angelegt, dass man auch mit Kindern diese Tour locker machen kann. Vom Parkplatz am Ende der Mautstraße wandert man sanft ansteigend zur Lavitzalm (2090m, ca. 1,5h, Einkehrmöglichkeit) empor. Rechterhand sieht man immer wieder mächtige Wasserfälle. Rund eine halbe Stunde benötigt man nun noch auf das Pfitscher Joch (2.246m). Hier öffnet sich der Blick in den südlichen Tiroler Landesteil. Nach der Einkehr am Pfitscherjochhaus geht es am selben Weg zurück zum Ausgangspunkt.

 

Der Weg zum Pfitscher Joch

Der Weg zum Pfitscher Joch

 

2  Auf dem Naturlehrpfad zur Lienzer Hütte

Von Lienz in Osttirol fährt man über Nußdorf ins Debanttal bis zum Parkplatz „Seichenbrunn“ (1.686m). Von hier wandert man über den sogenannten „Natur- und Kulturweg“ in rund eineinhalb Stunden zur Lienzer Hütte (1.974m). Infotafeln erklären Wissenswertes zur Landschaftsgeschichte, Wald und Almwirtschaft. Die Einkehr auf der Lienzer Hütte ist ein Muss: Hier gibt es Osttiroler Schlipfkrapfen (Nudelteig mit Kartoffel-Topfen-Kräuter Füllung) in allerbester Qualität. Retour zum Parkplatz wandert man entweder auf dem selben Weg oder über den breiteren Forstweg.

 

Lienzer Hütte im Morgenlicht

Lienzer Hütte im Morgenlicht

 

3  Zur Gaisalm am Achensee

Die Gaisalm ist eine absolute Besonderheit. Es ist die einzige Alm Tirols, die man nur zu Fuß oder mit dem Schiff erreicht. Sie liegt direkt am See an dessen Westufer. Von Achenkirch führt ein Steig immer etwas oberhalb des Achensees in rund drei Kilometern zur Gaisalm. Parkplätze gibt es z.B. beim Campingplatz am nördlichen Seeufer, von hier aus folgt man der Beschilderung. Der Steig dorthin ist zwar relativ breit und gut befestigt, dennoch darf man nicht unachtsam sein, an manchen Stellen liegt der See fast senkrecht unterhalb des Weges. Von der Alm kann man entweder am selben Weg zurückwandern, die Route weiter bis nach Pertisau fortsetzen oder ganz einfach mit dem Linienschiff retour nach Achenkirch fahren.

 

Der Steig zur Gaisalm

Der Steig zur Gaisalm

 

Georg

Ob beim Drachenfliegen, beim Biken, beim Snowboarden oder bei der Skitour: Georg Pawlata erobert Tirol am liebsten sportlich.

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3 Kommentare

Helga Unterlechner-Rodler

danke für die guten Tipps. Es ist immer wieder gut, wenn man mit der Nase auf unsere schöne Heimat gestoßen wird. Werde sicherlich zwei davon befolgen. glg

Paul Schuster

Da kann ich mich meiner Vorposterin nur anschließen. Zwar nicht im Punkte Heimat, komme wo anders her. Aber wenn ich, dass hier so sehe wird es wieder Zeit einmal wieder <a href="http://www.hotel-tirolerhof.at/de/freizeit-aktiv/sommerurlaub-tirol/sommer-tirol-familienurlaub/" rel="nofollow">Sommer in Tirol</a> zu verbringen. Zumindest ein paar Tage :)

Karolina Franieczek

Ich war nur einmal in Tirol aber ich habe mich in dieser Gegend verliebt. Ich hoffe, ich besuche mit meinem Mann wieder Alpen und Tirol. :) Beste Grüße aus Polen.