Meine 6 liebsten MTB-Frühlingstouren in Tirol

Aktualisiert am 19.04.2018GeorgGeorg

Heute möchte ich Touren vorstellen, die man auch perfekt im Frühling schon radeln kann. Alle sechs führen nicht höher als auf 1.500m Seehöhe hinauf und sind daher jetzt schneefrei. Dazu blühen zur Zeit schon Enzian, Himmelschlüssel und viele weitere Frühlingsblumen.

1) Von Landeck nach Ischgl

Diese Tour führt an den Hängen links und rechts des Paznauntals in den bekannten Wintersportort Ischgl. Von der Bezirksstadt Landeck führt die Route hinauf nach Tobadill, ein verschlafenes Dorf abseits der bekannten Strecken. Bei der Ortschaft See quert man das Tal und fährt weiter nach Kappl. Dieser Streckenabschnitt ist mein liebster: Herrliche Blumenwiesen und immer wieder kleine Bäche, die das Schmelzwasser von den Bergen herunterleiten. Die weitere Strecke führt entlang des Talwanderwegs bis nach Ischgl. Von hier fährt man am besten mit dem Bus retour zum Ausgangspunkt. Die öffentlichen Busse im Tiroler Oberland sind bestens auf Biker vorbereitet. Am Heck des Busses befinden sich Aufhängevorrichtungen für Räder. Die Busse verkehren etwa stündlich, hier gibt’s die Fahrplanauskunft.
Die Tour hat rund 33 Kilometer und 1.250 Höhenmeter für die man schon etwas Kondition braucht. Details gibt es auf biketrail.tirol.at

Der Trail zwischen See und Kappl

Der Trail zwischen See und Kappl

2) Rund um den Guffert

Diese Traumrunde kann man normalerweise erst ab Juni befahren, wegen der geringen Schneelage funktioniert die Tour heuer aber auch schon im Mai. Es ist eine Eintagestour entlang des Bike Trails bei der man wieder an den Ausgangspunkt zurückkehrt. Gestartet wird beim Kaiserhaus an der Brandenberger Ache. Über einen verlassenen Weg erreicht man Steinberg am Rofan, ebenfalls ein Ort „am Ende der Welt“. Kurz nach Steinberg zweigt ein Forstweg zur Gufferthütte ab. Hier beim höchsten Punkt der Tour rollt man wieder hinunter zur Brandenberger Ache und dem Kaiserhaus, das für seine geschmackigen Forellen bekannt ist. Diese Runde hat gute 40 Kilometer mit 1.000 Höhenmetern und ist als mittelschwierig klassifiziert. Hier die Details dazu.

Bei der Gufferthütte

Bei der Gufferthütte

3) Von Steeg nach Weissenbach am Lech

Diese Etappe führt entlang des Lechradwegs immer im Talboden und kann auch mit Tourenrädern befahren werden. Von Steeg im oberen Lechtal fährt man dem letzten Wildfluss der Nordalpen entlang und passiert ursprüngliche Dörfer wie Holzgau, das für seine Schnitzereien bekannte Elbigenalp oder Vorderhornbach, wo man noch unzählige Orchideen bewundern kann. Kurz vor dem Etappenziel bei Forchach breitet sich der Lech fast über das gesamte Tal aus. Hier entstanden auch die meisten bekannten Fotos des Wildflusses. Wer noch Lust hat kann von Weissenbach auch noch bis nach Reutte oder Füssen weiterfahren. Ich empfehle das Auto irgendwo zwischen Füssen und Weissenbach stehenzulassen und vor der Tour mit dem Bus (funktioniert hier mindestens so gut wie im Tiroler Oberland) nach Steeg anzureisen. Streckendaten: 44 Kilometer, 200 Höhenmeter. Die Strecke kann wegen der geringen Anstiege auch mit Kindern befahren werden, zudem kann man jederzeit den Bus retour nehmen. Hier die genaue Tourenbeschreibung mit Karten und GPS-Tracks.

Perfekte Beschilderung im Lechtal

Perfekte Beschilderung im Lechtal

4) Innsbruck-Rechenhof-Rumer Alm-Arzler Alm-Innsbruck

Meine Hausrunde ist immer noch meine Lieblingsrunde. Sie führt zunächst von Innsbruck über den Stadtteil Mühlau zum Gasthaus Rechenhof (Hier gibt’s das leckere Zillertal Bier!!!). Nun beginnt der Forstweg zur Rumer Alm. Nach der Einkehr fährt man durch den Mühlauer Graben hinunter zur Arzler Alm und weiter bis nach Innsbruck. Ca. 15 km, 700 Höhenmeter, mittelschwer. Highlights: Musikalische Unterhaltung auf der Rumer Alm, Bikertreff Arzler Alm, Blick auf Innsbruck und die Stubaier Alpen.

Rechenhof

Rechenhof

5) Landeck – Fliess (entlang der Via Claudia Augusta)

Vom Zentrum in Landeck führt diese Tour vorbei am Schloss Landeck in den Wald hinein. Zunächst ein kurzes Stück am Forstweg aufwärts, führt die Route weiter entlang der Römerstraße Via Claudia Augusta (teilweise Singletrail) über von Steinmauern begrenzte Wiesen in das malerisch gelegene Dörfchen Fliess. Retour fährt man auf der gleichen Strecke. Ca. 14 km, 300 Höhenmeter, mittelschwierig. Highlights: Blumenwiesen rund um Fliess, Römische Wagenspuren auf der Bikeroute.

Via Claudia Augusta

Via Claudia Augusta

6) Kufstein – Kaindlhütte

Von Kufstein führt die Route auf einer Forststraße über die Duxer Alm zum Brentenjoch. Ab hier sanft hinüber zur Kaindlhütte am Fuss des Scheffauers (Wilder Kaiser). Retour auf der selben Strecke. Ca. 20 km, 900 Höhenmeter, mittelschwierig. Highlights: Urige Kaindlhütte mit sehr netten Wirtsleuten (Übernachtungsmöglichkeit), Wilder Kaiser, Blick auf Kufstein und ins Inntal.

Kaindlhütte und Zahmer Kaiser

Kaindlhütte und Zahmer Kaiser

Georg

Ob beim Drachenfliegen, beim Biken, beim Snowboarden oder bei der Skitour: Georg Pawlata erobert Tirol am liebsten sportlich.

Zum Autor »

Keine Kommentare

nach oben
nach unten