Tirol von oben: Luftbilder zeigen das Land im Gebirg‘

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Christian

Christian Klingler erkundet Tirol bis in die hintersten Winkel und... Zum Autor

Luftbilder erlauben eine neue Perspektive auf unser Land: Vom Flugzeug aus fotografiert und dann für die interaktive Karte kartografisch aufbereitet.

Tirol von oben ist überraschend, ungewohnt, spektakulär.  

Tirol ist grün, richtig satt grün. Und dazu ein paar Flecken in türkis, weiß und grau.
Ich habe für euch ein paar interessante Flecken ausgewählt, um euch das zu beweisen. Die Bilder hier laden euch ein, Tirol selbst von oben kennenzulernen. Und dann im echten Leben selbst hinzufahren und zu entdecken.

[1] Badestrand am Hintersteiner See

Badestrand am  Hintersteiner See am Wilden Kaiser.

Am Koasa – so nennen die Einheimischen den Gebirgsstock Wilder Kaiser – liegt der Hintersteinersee. Ein kleines, türkises Juwel zum Wandern, Baden, Klettern. Bekannt als Heimat des Bergdoktors.

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[2] Tirols Fjord in den Alpen

Der Achensee sieht wirklich aus wie ein Fjord in Norwegen, tief eingeschnitten in den Gebirgsstock des Karwendels. Wenn man zum ersten Mal im See baden geht, dann glaubt man tatsächlich, dass man in Norwegen urlaubt – weil der See so frisch ist. Mein Tipp ist eine Schifffahrt (sehr traditionsreich am Achensee) zur Gaisalm und dann eine Wanderung am westlichen Seeufer zurück nach Pertisau.
Die Reviere der Wassersportler sind klar abgegrenzt: Im Norden die Segler, im Südwesten und Süden die Kite Surfer, im Südosten und Norden die Badebuchten. Und relativ neu: Stand Up Paddling (SUP) zum Erkunden des Sees.

Achensee

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[3] Mäander am Lech

So ursprünglich wie diesen letzten Wildfluss gibt es das in den Alpen sonst nur mehr am Isonzo. Der Lech bei Forchach breitet sich aus und verändert dauernd sein Gesicht. Hier, an der Mündung des Vorderhornbachs, liegt das Herzstück des Naturparks Tiroler Lech.
Mäander am Lech

Direkt am Fluss sieht das dann so aus:
Der Lech am Vogelbeobachtungsstand bei Forchach

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[4] Im ewigen Eis

Im Nationalpark Hohe Tauern kann man unzählige Gletscher finden, darunter die Pasterze mit knapp 20 km² als mächtigsten Gletscher Österreichs. Auf dem Orthofoto unten sieht man das Umbalkees (links) und das Simonykees in der Venedigergruppe. Das „ewige Eis“ ist durch die Klimaerwärmung auf dem Rückzug: Das Simonykees zieht sich jährlich um 20 bis 75 m zurück.

Umbalkees-Simonykees-Venedigergruppe

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[5] Untere Ötztaler Ache/Imster Schlucht

Tirols Wildwassereldorado liegt im wilden Westen. An der Mündung der Ötztaler Ache in den Inn liegt die Area47, der Outdoor Playground im Sommer für Aktivsportler. Wassersportler aus halb Europa finden zwischen Sanna, Inn und Ache die ultimativen Strecken für Rafting, Kanu und Kajak. Dazu noch unzählige Schluchten, ideal für Canyoning.

Inn und Ötztaler Ache

 

[6] Junges Gemüse

Thaurer Felder. Die Gemüsekammer Tirols.

In den Feldern rund um Thaur wächst Tirols junges Gemüse heran. Der Grüngürtel östlich von Innsbruck ernährt das Inntal.

 

[7] Im Niemandsland

Im Parseiertal in den Lechtaler Alpen findet man kaum Menschen. Eher viele Steine. Höchstens noch paar Fernwanderer verirren sich dahin – ich kenne aber keinen, der das bereuen würde. Dabei liegt das Tal nur 10 km Luftlinie von der nächsten Schnellstraße entfernt, aber eben durch eine Bergkette von der Zivilisation getrennt. Vor Jahrmillionen war das mal ein Meer, und aus der Luft betrachtet sieht es auch noch irgendwie so aus. So nah, so fern – ganz wie unser Bergsommer-Claim. Überhaupt sind nur 14% der Landesfläche besiedelbar.
Parseiertal. Im Niemandsland.

Die wenigen glücklichen Fernwanderer erleben das Niemandsland Lechtaler Alpen dann so traumhaft schön:
Lechtaler Alpen - Bittrichsee

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[8] Die grüne Energie

Die grüne Energie: Am Schlegeisspeicher im hinteren Zillertal.

Am Schlegeisspeicher im hinteren Zillertal wird das Wasser der Zentralalpen zur Stromerzeugung genutzt. Von hier aus kommt man zum Berliner Höhenweg und der neuen Peter-Habeler-Runde. Das Pfitscherjoch ist ein jahrtausendealter Übergang in den Süden. Dort überqueren die Transalp-Routen für Mountainbiker und die neue Alpenüberquerung für Genusswanderer den Alpenhauptkamm. Nördlich des Sees erkennt man das Gletscherskigebiet am Hintertuxer Gletscher.

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[9] Das sanfte Tal

Brixental, das sanfte Tal

Im Brixental findet man den Urtyp der Unterländer Landschaft: Sanfte Wiesen und alte Höfe, naturnahe Landwirtschaft, dazu sonnenbeschienene Hänge. Ein Paradies für Wanderer und Biker. Der Lisi-Osl-Trail und das jährliche KitzAlpBike beweisen: die Region Kitzbüheler Alpen-Brixental ist die profilierteste MTB-Region in Tirol.

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2 Kommentare

  • Michael_Blogtirol
    Michael_Blogtirol
    Das sind geniale Aufnahmen, Christian! Findet man eigentlich irgendwo noch mehr davon?
    • Christian K.
      Freut mich, wenn sie dir gefallen! Ich hab extra überall die Links angegeben zu den interaktiven Karten. Dort kannst du zoomen und herumwandern. Für Nerds empfehle ich den "Luftbildatlas": dort gibt es noch höhere Auflösung und du kannst sogar historische Aufnahmen des Landes finden. https://portal.tirol.gv.at/LBAWeb/luftbilduebersicht.show