Die schönste Etappe am Stubaier Höhenweg

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Georg

Ob beim Drachenfliegen, beim Biken, beim Snowboarden oder bei der... Zum Autor

Der Stubaier Höhenweg gehört zu den schönsten aber auch anspruchsvollsten Weitwanderwegen in den Alpen. Knapp 100 Kilometer und rund 8.000 Höhenmeter bewältigt man auf den acht Etappen dieser hochalpinen Tour.  Zuckerhütl, Wilder Freiger, Habicht und Ruderhofspitze, die mächtigsten Dreitausender der Stubaier Alpen sind zum Greifen nahe! Die Etappe von der Dresdner Hütte bei der Mittelstation der Stubaier Gletscherbahn über das Peiljoch zur Sulzenauhütte ist mir dabei am schönsten in Erinnerung geblieben: Das Peiljoch mit seinen unzähligen Steinmandln und dem unvergesslichen Blick zum Zuckerhütl, die Blaue Lacke, einer der schönsten Bergseen Tirols und die Sulzenauhütte mit ihrer unvergleichlichen Lage sind die Highlights dieser Tour.

 

Blick vom Beiljoch zum Wilden Pfaff und Zuckerhütl

Blick vom Peiljoch zum Wilden Pfaff und Zuckerhütl

 

Diese Etappe kann man auch als Tagesetappe erwandern. Am besten läßt man das Auto bei der Grawa Alm stehen und wandert die rund zweieinhalb Kilometer zur Talstation der Stubaier Gletscherbahn. Mit dem Bus kommt man übrigens auch dorthin. Nun mit der Seilbahn bis zur Mittelstation auf knapp 2.300 Meter Seehöhe. Von hier orientiert man sich an den Wegweisern „Sulzenauhütte über Peiljoch“.

 

Wegweiser zur Sulzenauhütte

Wegweiser zur Sulzenauhütte

 

Der Aufstieg zum Peiljoch (2.672m) erfolgt über ein felsdurchsetztes Wiesengelände, später mit Seilversicherungen über einen Grasgrat. Oben angekommen fallen sofort die vielen Steinmandln auf, die in den letzten Jahrzehnten von so manchem Bergsteiger aufgestellt wurden. Jenseits des Jochs wandert man durch schuttdurchsetzte Wiesen und entlang einer Seitenmoräne des ehemaligen Gletschers hinab in den Talboden. Etwa 500 Meter vor der Sulzenauhütte sollte man unbedingt den kurzen Abstecher zur Blauen Lacke machen.

 

Die Blaue Lacke (2.289m)

Die Blaue Lacke (2.289m)

 

Keine Viertelstunde von dem Bergsee entfernt liegt auch schon die Sulzenauhütte. Hier sollte man einkehren und noch einmal den Blick zu den vergletscherten Dreitausendern genießen, ehe man den Abstieg über die Sulzenaualm zurück zur Grawaalm beginnt. Dabei warten weitere zwei Naturjuwele: Der kleine Talboden bei der Sulzenaualm und danach der Grawawasserfall, einer der imposantesten des ganzen Stubais.

Für die Tour von/bis zur Grawaalm sollte man rund 5 Stunden einplanen (plus die Fahrt mit der Seilbahn und den Aufenthalt beim See und der Hütte). Sie hat ca. 13 Kilometer und 600 Höhenmeter (1.150 Hm abwärts) und ist technisch anspruchsvoll (schwarzer Bergweg).

 

 

 

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