Meine 3 liebsten Hütten in Tirol

Aktualisiert am 13.08.2014GeorgGeorg

Ziemlich genau dreißig Jahre ist es her, dass ich als Kind der Jugendgruppe des Haller Alpenvereins beigetreten bin. Damals haben wir viele tolle Wochenenden auf der Vinzenz-Tollinger-Hütte verbracht, über die Tanja hier vor ein paar Wochen einen lässigen Beitrag geschrieben hat. Jedes Jahr im Sommer sind wir dann ein paar Tage von Hütte zu Hütte gewandert, haben das Karwendel durchquert oder sind am Stubaier Höhenweg unterwegs gewesen. Die Übernachtungen auf den verschiedenen Hütten waren damals für mich das Größte! Während meiner Arbeit für den Tiroler Adlerweg hatte ich dann die Möglichkeit noch viel mehr dieser alpinen Unterkünfte kennenzulernen. Kürzlich hab ich darüber nachgedacht, wo es mir besonders gut gefallen hat und um ganz ehrlich zu sein war es fast überall schön. Drei Hütten sind mir aber eingefallen, an die ich mich ganz besonders gern erinnere:

Das Württembergerhaus in den Lechtaler Alpen

Diese Hütte erreicht man über den Lechtaler Höhenweg, der hier ident mit der alpinen Variante des Adlerwegs ist. Auf exakt 2.220 Meter Seehöhe bewirtschaftet Familie Schultes die mit knapp 60 Schlafplätzen vergleichsweise kleine Alpenvereinshütte. Auf der neuen Sonnenterrasse kann man den Tag nach einer anstrengenden Wanderung gemütlich ausklingen lassen. Der Zustieg erfolgt von Zams bei Landeck aus. Durch das Zammer Loch wandert man in rund vier Stunden und mit einer Höhendifferenz von etwa 1.400 Höhenmetern zur Hütte. Wenn man mehrere Tage Zeit hat, kann man entlang des Adlerwegs von der Hanauer Hütte/Steinseehütte und am nächsten Tag weiter zur Memminger Hütte gehen.

 

Württembergerhaus (2.220 m)

Württembergerhaus (2.220 m)

 

Das Hallerangerhaus im Karwendel

Der Haller Anger mitten im Karwendel gehört für mich zu den schönsten Plätzen auf dieser Welt. Die Hütte wird umrahmt von so imposanten Gipfeln wie der Speckkarspitze und dem Großen Lafatscher. Beim Hüttenwirt Thomas Lehner ist man übrigens in den besten Händen: Als Chef der Bergrettung Scharnitz kennt er sich in allen alpinen Belangen bestens aus! Die Hütte liegt ebenfalls am Adlerweg und man erreicht sie über die „Königsetappe“ vom Karwendelhaus und über den höchsten Gipfel des Karwendels, die Birkkarspitze (2.749m). Am nächsten Tag wandert man weiter über das Lafatscherloch und die Pfeishütte zum Hafelekar. Von hier nimmt man die Nordkettenbahn direkt ins Innsbrucker Stadtzentrum. Mit dem Mountainbike erreicht man die Hütte übrigens am leichtesten: Von Scharnitz ins Hinterautal zur Kastenalm und weiter auf einem steilen Forstweg zur Hütte.

 

Hallerangerhaus (1.768m)

Hallerangerhaus (1.768m)

 

Die Stabanthütte im Virgental

Unter Stammgästen und Einheimischen ist es eine längst bekannte Weisheit: Wer einmal auf der Stabant-Hütte war, der kommt immer wieder. Denn die Herzlichkeit, mit der das Wirtspaar Erich und Gabi Obkircher jeden einzelnen Gast empfängt und bewirtet, ist überregional bekannt. Die Hütte wurde auch mehrmals zur beliebtesten Hütte Österreichs gewählt. Von Prägraten aus erreicht man die Stabanthütte auf einer Tagestour am Adlerweg, die auch mit Kindern ab 8 Jahren begangen werden kann.

 

Stabanthütte (1.800m)

Stabanthütte (1.800m)

 

Georg

Ob beim Drachenfliegen, beim Biken, beim Snowboarden oder bei der Skitour: Georg Pawlata erobert Tirol am liebsten sportlich.

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2 Kommentare

Glungezer&Lizum

und meine 2: https://twitter.com/Glungezer_Geier

Holger_Blogtirol

Die Kemater Alm und die Adolf Pichler Hütte bei den Kalkögel in den Stubaier Alpen sind meine Tipps. Die Hütten sind keine Augenweide, aber die Verpflegung und die schroffen Kalkögel mit den Almwiesen sind es umso mehr. Das selbstgebackene Brot auf der Adolf Pichler Hütte ist sehr zum empfehlen.