Meine Top 3 Bergerlebniswelten rund um Innsbruck

Aktualisiert am 26.08.2014JuliaJulia

Zugegeben, mit zwei Kleinkindern (1,5 und 3,5 Jahre alt), hat Bergerlebnis nicht immer unbedingt mit Spaß zu tun – ganz abgesehen von dem ganzen Krims Krams, der mitmuss, schiebt man im Kinderwagen (der um bergtauglich zu sein, leider auch etwas sperrig im Fahrverhalten ist) nicht nur ein Kind sondern quetscht auch noch das zweite mit rein, um dem ewigen „Ich kann nicht mehr“-Chor zu entgehen. Kurz gesagt: ich bin zwar wirklich gern auf dem Berg, aber aus eigener Kraft 40 Kg Kindergewicht raufzuhiefen, entspricht nicht meiner Vorstellung von einem entspannenden Tag.

Gott sei Dank haben zahlreiche Bergbahnen die ideale Lösung geschaffen: Kinder rein in die Gondel und raus ins Bergerlebnis. Meine Top 3 rund um Innsbruck sind diese hier:

 

Mutterer Alm

Bequem mit der Gondel geht’s zur Bergstation der Mutterer Alm, von wo aus man ca. 100 Meter auf einem gut präparierten Forstweg zur Wassererlebniswelt gelangt. Der Große saust meistens schon mit seinem Laufrad vor, damit er noch ein bisschen Kühe schauen kann (die trinken dort oft beim Brunnen direkt beim Eingang und ich kann nur sagen, allein das ist schon ein Highlight!).

mutterer alm - zauberwasser -  kuh am brunnenmutterer alm - zauberwasserAuf verschiedenen Themenpfaden planschen sich die Kinder dann Richtung Abenteuerspielplatz, natürlich nicht ohne mit dem Laufrad durch die Wasserrinne zu sausen, Mühlen zu bewegen, Wasserläufe zu stauen und sich dazwischen ein paar Heidelbeeren zur Stärkung zu pflücken. Der Spielplatz am Ende des „Zauberwassers“ ist grandios und bietet neben einer einzigen Sandspielkiste auch genügend Wasser, um so richtig rum zu matschen. (Einziges Manko: da der Spielplatz über keinen Schatten verfügt, sollte man gerade an heißen Sommertagen auf Sonnenhut und Sonnenschutz nicht vergessen.) Haben sich die Kinder dann so richtig ausgetobt, geht’s die paar Hundert Meter wieder zurück zur Bergstation, wo man im „Erlebnisrestaurant Muttereralm“ unbedingt die 70er-Jahre Eiscreme oder die „Moosbeernocken“ (Heidelbeerküchlein) probieren sollte. Da ich meistens allein mit den Kindern auf die Mutterer Alm fahre, konnte ich die neueste Attraktion bisher leider noch nicht ausprobieren, aber eine Fahrt mit dem Mountaincart muss heuer unbedingt mal drin sein!

Infos: Öffnungszeiten 26. Juni bis 7. September Mittwoch bis Sonntag und 13. September bis 26. Oktober Samstag und Sonntag: 8:30 – 17:00 | www.muttereralm.at

 

Bergeralm/Bärenbachl

Gondelfahren allein ist schon ein Spaß für den Nachwuchs. Auf dem Weg zum Bärenbachl macht‘s aber besonders Spaß, weil man von oben beobachten kann, wie sich waghalsige Downhiller in enge Kurven legen und mit rasantem Tempo den Berg runter sausen – genau richtig für meine zwei wilden Kerle.Bergeralm-Bärenbachl

Oben angekommen gibt es kein Halten mehr, die zwei Jungs wissen gar nicht, welche Spielstation sie zuerst entdecken sollen: Karussell, Nest-Schaukel und nicht zu vergessen das Floß über einen kleinen Teich sind die ersten Attraktionen, die sofort beim Ausstieg locken.

Bergeralm-BärenbachlBergeralm-BärenbachlBergeralm-BärenbachlBergeralm-BärenbachlBergeralm-Bärenbachl

Bergeralm-BärenbachlDie nächsten Stationen sind den Hang entlang angelegt, sodass man im wahrsten Sinn des Wortes spielerisch den Berg erklimmt: Kugelbahn, Wasserwege zum Staudamm-bauen, Balancierbäume, Klettergerüst, Flying Fox, Bärenhöhle und Bienenzelt…. und schon hat man das Restaurant „Bärenfalle“ erreicht, zu dessen Füßen man wunderbar in den beiden flachen Wasserbecken nicht nur herrlich planschen sondern auch noch wunderbar Molche fangen kann. Theoretisch kann man von dort auch noch rund um den Speichersee und durch den Wald spazieren, wo wieder viele Stationen begeistern. Aber ganz ehrlich: das haben wir bisher noch nie geschafft, weil wir für die 500 Meter zur Bärenfalle jedes Mal einen ganzen Tag gebraucht haben :-)

Infos: geöffnet ab 19.Juni – 14.Sep 2014 täglich von 9-17 Uhr | www.bergeralm.at

 

 

Erlebniswelt Kugelwald am Glungezer

Wer, wie ich, auch die ganz einfachen Dinge schätzt, ist im Kugelwald am Glungezer definitiv richtig. Keim Pomp, keine Inszenierung – hier wurde aus den einfachsten Materialien etwas Großartiges geschaffen, das Klein wie Groß zu begeistern vermag. Direkt an der Bergstation „Halsmarter“ gelegen, haben hier einheimische Zimmerer auf einem 7.000qm² großem Areal, ehrenamtlich und nur aus bereits vorhandenem, naturbelassenem Zirbenholz, einen Waldspielplatz erbaut, der seinesgleichen sucht. Während ich „eine ruhige Kugel schiebe“, toben sich die Kinder an Stationen wie „Boomerang“, „Kugellift“, „Baumhaus“ oder „Klangspiel“ aus und können nicht genug davon bekommen, auch ihre eigenen Kugelbahnen zu erschaffen. Und das Beste: ich weiß, dass ich den Kindern gleich zweifach was Gutes tue: nicht nur, dass sie nach Herzenslust durch den Wald sausen dürfen, das Holz der „Königin der Alpen“ hat auch noch eine gesundheitsfördernde Wirkung.

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Ich jedenfalls liebe den Geruch! Leider – und hier kommt die einzige Schwachstelle des Kugelwaldes – eignet sich dieses Ausflugsziel nur wenig, wenn man allein mit kleinen Kindern unterwegs ist, denn für die Fahrt mit dem Sessellift braucht es in jedem Fall einen Erwachsenen pro Kleinkind.

Nichtsdestotrotz kann ich jedem einen Besuch im Kugelwald wärmstens empfehlen, denn auch das Gasthaus Halsmarter – direkt ums Eck gelegen – erlaubt es uns Großen zwischendrin und in aller Gemütlichkeit einen Kaffee zu trinken, während die Kinder den hauseignen Spielplatz mit Karussell, Trampolin und Sandkasten erkunden. (Und wirklich: dieser Kaffee in Ruhe ist mir heilig!)

Infos: geöffnet von Anfang Juni – Anfang Okt: Mo-Fr von 9-12 und von 12.45-16:30 Uhr, Sa-So von 9-12 und von 12:45-17 Uhr | www.kugelwald.at

 

Bergeralm-Bärenbachl
Julia

Julia König bändigt zwei kleine, aber umso wildere Jungs und ist deshalb in ihrer freien Zeit viel mit ihrer Familie in der Natur unterwegs. Sie hat die besten Tipps zu Abenteuerspielplätzen und Ausflugszielen.

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