Bikeschaukel Tirol: Etappen 2 & 3

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Esther

Esther Wilhelm ist am liebsten mit dem Rennrad unterwegs. Dabei... Zum Autor

Anfang Juli war ich mit 6 Journalisten aus Deutschland, Polen, Italien, Großbritannien und der Schweiz auf den Etappen 1-3 der Bikeschaukel Tirol (Tirol Mountain Bike Safari) unterwegs und wir konnten uns selbst vom neuen Tiroler Mountainbike Angebot überzeugen.

Hier geht es zur Etappenbeschreibung von Etappe 1.

Etappe 2: Tösens – Landeck
Offizielle Tour-Daten: 49 km, 1200 Höhenmeter bergauf per Bike
Link:
http://www.tirol.at/a-etappe-2-toesens-landeck
Tatsächlich gefahren (einige Abweichungen vom Track):
48 km, 1000 Höhenmeter bergauf per Bike

Die zweite Etappe der Bikeschaukel Tirol hat unserer Gruppe einiges abverlangt. Die Auffahrt von Tösens nach Serfaus ist steil, der Weg ausgewaschen und grobschottrig. Gleich nach dem Frühstück musste da doch mal jemand kurz absteigen und schieben ;o) Dieses Teilstück war während der drei Tage sicherlich das konditionell anspruchsvollste. Ab Serfaus war dann aber alles leichter. Der kurze Abstecher im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis in Fiss war für die Jungs ein Spaß  und für mich eine Erfahrung mehr.

Im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis hatten die Jungs ihren Spaß. Und ich bin mit dem Family Trail auch zurecht gekommen ;o)

Im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis hatten die Jungs ihren Spaß. Und ich bin mit dem Family Trail auch zurecht gekommen ;o)

Der Bikepark, die Leih- Ausrüstung (direkt an der Talstation kann man top gewartete Ausrüstung (Bikes, Protektoren, Helme) ausleihen), das Liftticket, etc. sind nicht in der Bikeschaukel-Punktekarte inkludiert. Wer aber gerne mal einen coolen Bikepark ausprobieren möchte, bitteschön. Der Family Trail hat auch mir Spaß gemacht. Am Besten ein bisschen Zeit einplanen! Hat Suchtpotential.

In Fiss überwindet man dann ca. 1.000 Höhenmeter mit der Schönjochbahn und gondelt entspannt zum höchsten Punkt der Tour auf knapp 2.400 Meter Seehöhe. Eine Einkehr im Bergrestaurant Bergdiamant kann man empfehlen. Super Essen für ein SB Restaurant. Bei mir gab’s frisch gemachte Marillenknödel :o)

Marillenknödel! Lecker!

Marillenknödel! Lecker!

 

Ab dort haben wir uns nicht mehr an den Track gehalten. Die Männer sind den Frommes Trail gefahren, ich mit Begleitung eine etwas sanftere Variante. Vorbei an Obladis und der berühmten Quelle Sauerbrunn rauschten wir ins Tal und entlang des Innradwegs und der Via Claudia Augusta am Schloss Landeck vorbei nach Zams.

Ich bei alten Wagenspuren auf der Römerstraße Via Claudia Augusta.

Ich bei alten Wagenspuren auf der Römerstraße Via Claudia Augusta.

Unterkunft in Tösens: Gasthof Inntalerhof*** – einfaches 3* Hotel mit Sauna und Infrarotkabine, neu renovierte, moderne Zimmer. Die Chefin kocht selbst!

Unterkunft in Zams: Hotel Jägerhof**** – schönes 4* Hotel direkt an der Talstation der Venetbahn. Sehr schöne, moderne Zimmer. Schöner Gastgarten. Wellnessbereich. Der ‚Radkeller‘ ist nichts für Leute, die ihre Bikes am liebsten mit ins Zimmer nehmen würden.

Einkehrtipp: Bergrestaurant Bergdiamant. Gutes SB Restaurant am höchsten Punkt der Tour. Die frisch gemachten Marillenknödel waren ein Traum. Auch der Rest sah lecker aus.

Abendessen: Postgasthof Gemse in Zams. Tiroler Wirtshaus. Super Ambiente, traumhafte Küche. Danke Seppl Haueis für diesen besonderen Abend!

Fazit: Hochalpine Etappe mit dem richtigen Ausmaß an Unterstützung der Seilbahnen. Der Frommes Trail ist was für Geübte, der Originaltrack für Jedermann fahrbar. Treffen kann man sich dann in Obladis bei der Quelle Sauerbrunn. Der sanfte Abschluss durch Fließ und entlang der Via Claudia Augusta ist ein gelungenes Finale von Etappe 2.

 

Etappe 3: Landeck – Imst
Offizielle Tour-Daten: 31 km, 1.361 Höhenmeter bergauf per Bike
Link:
http://www.tirol.at/a-etappe-3-landeck-imst
Tatsächlich gefahren (wir haben noch die Auffahrt mit der Bergbahn Hochimst mitgenommen):
34km, 1.100 Höhenmeter bergauf per Bike

Etappe 3 hat einen recht hohen Anteil an Asphaltstrecke und ist eine der wenigen Etappen, bei der eigentlich keine Bergbahn inkludiert ist. Die Auffahrt von Zams über das Rifental bis Lahnbach und Falterschein führt über eine ruhige asphaltierte Straße. Schöne Blicke zum spitzen Tschirgant. Sonst aber eher unspektakulär.

Unser Guide Lukas Gerum bei der Reparatur von Marcos Kette. Wer zuviel Kraft hat ...

Unser Guide Lukas Gerum bei der Reparatur von Marcos Kette. Wer zuviel Kraft hat …

Nach der Abfahrt nach Schönwies geht’s ein paar Kilometer entlang des Innradwegs. Die Unterführung unter der Autobahn muss man finden. Sehr sehr versteckt! Danach geht’s eine kleine asphaltierte Straße rauf in Richtung Bundesstraße 171. Dort angelangt sind wir recht bald wieder links abgebogen (Abweichung vom Track) und recht steil auf Forstwegen nach Gunglgrün geradelt. In der Mittagshitze war das nicht zu unterschätzen!

Mittagspause

Mittagspause: Darek, Michal, Marco, Thomas, Oliver, Lukas, Chris.

Weiter nach Hochimst, wo eigentlich das Ende von Etappe 3 gewesen wäre. Wir haben noch die Bergbahn Hochimst bis zur Untermarkter Alm genommen (schon Etappe 4) und sind dann gemütlich zum Alpengasthof Linserhof in den Teilwiesen geradelt, wo wir einen Sprung in den am Hotel gelegenen Badesee gewagt haben. Ein traumhafter Abschluss der drei Bikeschaukel Tirol Tage!

Unterkunft in Imst: Alpenhotel Linserhof*** traumhaft gelegenes 3 Sterne Hotel. Badesee direkt beim Hotel. Riesige Zimmer. Ein krönender Abschluss!

Einkehrtipp: Gasthof St. Hubertus in Gunglgrün – einfaches Gasthaus mit lokalen Spezialitäten. Schöner Gastgarten.

Fazit: Prinzipiell eine Verbindungsetappe mit recht hohem Asphaltanteil. Die Auffahrt von der Imsterau nach Hochimst ist nicht zu unterschätzen und hält schöne Ausblicke bereit. Ich empfehle wirklich, noch bis zum Alpenhotel Linserhof weiterzuradeln (erster Teil der Etappe 4) – inkl. Sprung in den Badesee.

Fine.

Fine.

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