Ein Apfel kommt selten allein – Haiminger Markttage am 11. und 18. Oktober 2014

01.09.2014InesInes

1987 haben sich Bauern rund um Haiming zusammengetan, um ihre Produkte selbst zu verkaufen. Daraus sind die Haiminger Markttage entstanden, heute der größte Erntemarkt Tirols. Das beliebteste Produkt ist dort – nach wie vor – der Apfel.

Warum spielen Äpfel gerade in Haiming eine so große Rolle?

  • Am Eingang des Ötztals gelegen, ist das inneralpine Mikroklima in Haiming ideal für den Anbau von Obst – hier gibt es sonnenreiche Tage, kalte Nächte, genügend Wasser und gesunde Böden. Das erkannten schon die ersten Obst- und Gemüsebauern um 1870.
  • Mehr als ein Viertel (60 Hektar) der gesamten Apfel-Anbaufläche in Tirol (200 Hektar) entfällt auf die Region um Haiming. Insgesamt gibt es der Landwirtschaftskammer zufolge in Tirol 85 Erwerbs-Obstbäuerinnen und -bauern.
  • In Haiming zuhause ist die Oberinntal Obst GmbH, auch bekannt als Obstlager Haiming. 10 Millionen Äpfel jährlich machen es zu Tirols größtem Obstlager. 25 Bauern aus dem Oberinntal und aus Osttirol beliefern es mit zwölf verschiedenen Apfelsorten. Alle Äpfel tragen das Gütesiegel „Qualität Tirol“, ein Drittel ist aus biologischem Anbau.
  • Wo sonst gibt es ein Apfeltaxi? Mädchen und Burschen aus Haiming helfen den Marktbesuchern für ein kleines Trinkgeld beim Transport der eingekauften Äpfel und anderer Produkte. (Bild unten)
(c) Haiminger Markttage

Apfel-Geschäfte
Wer die Haiminger Markttage verpasst, kann sich mittlerweile auch in den Supermärkten Tirols ganz gut mit Äpfeln und Apfel-Produkten von Tiroler Bauern eindecken. Tiroler Bio-Äpfel und auch naturtrüben Apfelsaft in Glasflaschen gibt es bei MPREIS, Spar und Rewe (Billa & Merkur).

(c) BIO vom Berg

Warum sind Äpfel so gesund?

  • Wer einen Apfel pro Tag ist, verbessert seine Blutdruck- und Cholesterinwerte.
  • Das Eisen und das Vitamin C in Äpfeln halten fit.
  • Die im Apfel enthaltenen Ballaststoffe (Pektin und Zellulose) fördern die Verdauung und machen schnell satt.
  • Fruchtsäuren (Zitronen- und Apfelsäure) wirken ebenfalls verdauungsfördernd und außerdem antibakteriell.
  • Äpfel enthalten mehr als 30 Mineralstoffe, vor allem Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert. Daneben auch Phosphor, Magnesium, Calcium, Eisen.
  • Bioaktive Substanzen (Carotinoide, Phenole, Gerbstoffe) vermindern das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Krebserkrankungen.
  • Der antioxidative Wirkstoff Quercetin in Äpfeln kann Alzheimer vorbeugen und sogar das Wachstum von Krebszellen bremsen.

(Quellen: www.amtirol.at, www.oberinntalobst.at, Magazin Die Wildspitze 3/2011)

Ines

Große Städte, helle Lichter: In Großstädten fühlt sich Ines Mayerl wohl. Trotzdem kommt sie immer wieder gerne nach Hause – um eine Auszeit am Berg zu genießen, in Innsbruck neue Cafés zu entdecken und die Pisten zu erobern.

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