Meisterleistung der Ingenieurskunst: die Wildspitzbahn am Pitztaler Gletscher (mit Hyperlapse-Video)

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Eine Bergbahn ist mehr als nur Transportmittel, sie ist eine Ingenieursleistung der Sonderklasse. Besichtigung der Wildspitzbahn, Österreichs höchster Seilbahn.

Ines

Große Städte, helle Lichter: In Großstädten fühlt sich Ines... Zum Autor

Ein kurzer Moment und schon schwebt man. Die Piste unter den Gondeln scheint weit weg, Ruhe und Stille dominieren. Die Wildspitze, die Königsspitze, der Rostizkogel, Weißkogel und Ortler rücken ins Blickfeld. Knapp 6 Minuten dauert die Fahrt mit der Wildspitzbahn im Pitztal. Von 2.849 Metern Seehöhe führt sie hinauf auf den 3.440 Meter hohen Hinteren Brunnenkogel und verbindet das Hochgebirge mit dem Pitztaler Gletscher.

Wildspitzbahn carries you to Austria's highest coffee bar: Café 3.440 #hyperlapse

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Der Bau einer solchen Bergbahn ist eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Wer auf über 3.000 Metern etwas errichten möchte, ist den Launen der Natur hilflos ausgeliefert. Schnelle Wetterstürze gehören auf diesen Höhen ebenso dazu wie die dünne Luft. Baugeschwindigkeiten wie im Tal sind unmöglich. Alles Zutaten, die wie gemacht sind für eine Reportage über die schwierigsten Jobs der Welt, wie sie sonst über Forscher in der Antarktis oder Lastwagenfahrer aus dem Norden Kanadas gedreht werden. Einige Fakten zum Bau der Wildspitzbahn im Überblick:

Foto: Verena Kathrein

Wer zur Talstation der Wildspitzbahn kommt, die so hoch gelegen ist, dass sie eigentlich auch Bergstation heißen könnte, merkt von all den Anstrengungen nichts. Schwungvoll schmiegt sie sich in den Berg. Von den 450 gebogenen Platten der 1.200 Quadratmeter großen Dachfläche gleicht keine der anderen, sie sind Einzelstücke.

Foto: Verena Kathrein

Im Inneren des Gebäudes rattern zwei Motoren. An der Decke dreht sich gemächlich die rote Antriebsscheibe, die die Gondeln auf den Gipfel schiebt. Von einem Computer aus wird die gesamte Anlage kontrolliert, von den Leuchten auf den Stützen über die sogenannten Bruchstoppschalter bis hin zu den Bremsvorrichtungen. Selbst, ob das Seil richtig auf den Rollen liegt, oder auch nur ein klein wenig daneben, wird überwacht. Jede kleinste Störung zeichnet das System auf. Eine Bergbahn ist längst Hightech im hochalpinen Raum.

Bergsport

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