Adventkranzbinden: Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Wie in vielen Tiroler Familien hat das Adventkranzbinden auch in meiner eine lange Tradition. Schon mein Opa habe es geliebt, zuerst im Wald stundenlang die richtigen „Taxen“ – so heißt das Nadelgrün auf tirolerisch – zu sammeln und diese dann in einen Kranz zu verarbeiten. Dieses Hobby hat er meiner Mama vererbt, jedes Jahr versorgt sie die ganze Familie mit Adventkränzen. Am vergangenen Wochenende habe ich meinen ersten Adventkranz gebunden – natürlich nach Mamas Anleitung. Und er ist ganz gut gelungen, was meint ihr? Jetzt muss ich nur noch vier Kerzen kaufen, dann kann der erste Adventsonntag kommen.

Ines

Große Städte, helle Lichter: In Großstädten fühlt sich Ines... Zum Autor

Welches Material benötigt ihr zum Adventkranzbinden?

Als erstes braucht ihr ausreichend „Taxen“. Ich habe für meinen Adventkranz Fichten-, Föhren- und Zirbenzweige verwendet. Einer von Mamas Geheimtipps ist es, „Gramatler“ (Wacholderzweige) in den Kranz einzuarbeiten: erstens, weil ihr die Zweige mit den Beeren schlichtweg gut gefallen und zweitens, weil der Adventkranz durch die „Gramatler“ länger halte.

Weiters benötigt ihr einen Strohreifen, den es in jeder Gärtnerei in verschiedenen Größen zu kaufen gibt. Ich habe einen Strohreifen mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern verwendet. Zudem braucht ihr Draht zum Umwickeln und eine Baumschere. Tipp: Hilfreich sind auch Handschuhe, weil das Nadelgrün ganz schön stupsen kann.

Material-Adventkranz

 

Wenn das Material vorbereitet ist, kann es losgehen:

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Adventkranzbinden

1. Aus dem Nadelgrün kleine Büschel formen. Diese auf den Strohreifen legen und die Enden der Zweige zweimal fest mit dem Draht umwickeln.

Büschl

2. Ein anderes Nadelgrün nehmen, wieder ein Büschel formen und dieses mit Draht um den Strohreifen wickeln.

Büschel binden

3. Das ganze so oft wiederholen bis der Kranz geschlossen ist. Man sollte den Strohreifen möglichst gleichmäßig mit dem Nadelgrün umwickeln. Wenn euch das – wie mir ;-) – beim ersten Mal nicht ganz so gut gelingt, könnt ihr zum Schluss den Kranz noch in eine gleichmäßige Form bringen (Punkt 5).

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4. Wenn der Kranz ganz geschlossen ist, den Draht abschneiden und mit dem Anfangsstück verdrehen.

Draht binden

5. Den Kranz dann am besten auf den Boden legen. Von oben seht ihr am besten, wo der Adventkranz vielleicht noch nicht ganz so gleichmäßig ist. Ihr könnt den Kranz noch etwas zurecht zupfen, hervorstehende Zweige mit der Baumschere abschneiden oder Nadelgrün nachstecken, wo kleine Löcher sind.

ZurechtzupfenAbschneiden Tannen nachsteckenKranz fertig

 

Leben in Tirol

1 Kommentar

  • Eva
    Danke für den Tipp mit den Wacholderzweigen, das werde ich dieses Jahr testen :)!