39 Jahre Leidenschaft für den Christkindlmarkt: Veronika Mair

Aktualisiert am 08.11.2017RosannaRosanna

1975 stellte Veronika Mair zum ersten Mal ihre Mützen und Hüte am Innsbrucker Christkindlmarkt in der Altstadt aus: „Alle Häuschen waren damals noch typische Marktstandln, aus Holz und mit Stoffdach. Sie standen unter den Bögen in der Altstadt Strickwaren Mairund mussten jeden Abend ausgeräumt werden“, erzählt sie mir. Sie erinnert sich noch genau, dass ihr Stand sogar einmal zusammengebrochen ist, weil ein LKW beim Ausparken daran streifte. „Eine der Initiatorinnen des Chrstkindlmarktes hat mich damals ganz aufgeregt angerufen und gesagt: Veronika, dein Standl ist in die Knie gegangen! Aber wir haben auch das mit Humor genommen.“

HüteMit Freude an die Arbeit zu gehen, das sei überhaupt das Wichtigste, da ist sich Veronika Mair sicher. Viele ihrer Kunden und Kundinnen kennt sie seit Jahren: „Und die freuen sich dann auch, wenn ich sie wiedererkenn’ – schau, die weiß noch, dass wir da waren!“ Dass viele Einheimische die Innsbrucker Altstadt in der Vorweihnachtszeit besuchen, das freut sie ganz besonders. „Viele kommen aus Tradition, schätzen auch die Beratung und kommen dann jedes Jahr wieder.“ Weil der Stand „Strickwaren Mair“ mittlerweile eine echte Institution ist, wurde er auch nicht umbenannt, obwohl die Mützen und Hüte in der Firma längst unter dem Namen Capo produziert werden.

Kappen und HüteVeronika Mair teilt sich inzwischen zwar das Christkindmarktgeschäft mit der Schwiegertochter, lässt es sich aber nicht nehmen, so oft wie möglich selbst „im Standl“ zu stehen. „Die Atmosphäre ist einfach etwas ganz besonderes“, ist sie überzeugt und gerät ins Schwärmen. Sie erzählt mir von den Traditionen, die sie schätzt, den Turmbläsern, vom guten Verhältnis mit den Standnachbarn und berät dazwischen immer wieder Kunden. Was rät die Expertin denn nun einem Neuling unter den vielen Standlbetreibern auf dem Christkindlmarkt? Durchhaltevermögen zeigen. „Man darf nicht gleich im ersten Jahr aufgeben.“

Rosanna

Rosanna Battisti fährt gerne weg und kommt gerne wieder – vor allem im Winter, wenn die Skipisten rufen.

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