10 Fragen an… Leonhard Stock

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Ines

Große Städte, helle Lichter: In Großstädten fühlt sich Ines... Zum Autor

Am kommenden Wochenende feiert eine Legende Geburtstag: Die Kitzbüheler Hahnenkammrennen werden zum bereits 75. Mal ausgetragen und zehntausende Besucher werden wieder in die Gamsstadt kommen um die weltbesten Skirennläufer entlang der Strecke anzufeuern oder im Zielstadion gebührend zu empfangen. Unter den Zuschauern wird auch Leonhard Stock sein. Kurz vor den Hahnenkammrennen habe ich unserem ehemaligen österreichischen Abfahrtsstar ein paar Fragen gestellt…

 

Skifahren ist für mich…
… immer noch Leidenschaft pur!

Am Skirennsport fasziniert mich…
… die Atmosphäre bei den Weltcup-Veranstaltungen. Wenn man selber miterlebt hat, was da abläuft, das ist einfach der Wahnsinn!

Die Berge sind für mich…
… ein Traum! Ich bin in den Bergen aufgewachsen und für mich gibt es nichts Schöneres als die Berglandschaft in unserer Heimat.

Ich entspanne mich…
… am meisten, wenn ich in Ruhe zwei, drei Tage auf Jagd gehen kann. Oder auch beim Golfspielen auf unserem neuen Golfplatz im Zillertal.

Mein Lieblingsplatz in Tirol…
… ist meine Heimat Zillertal. Wo man aufgewachsen ist, fühlt man sich einfach am wohlsten. Das Zillertal, da gehöre ich hin!

Mein größter persönlicher Erfolg ist…
… sicherlich der Olympiasieg 1980 in Lake Placid und die Erfahrung aus 17 Jahren Weltcup.

Als ich klein war, wollte ich…
… immer schon Skifahrer werden. Ich habe als kleiner Bub mit meinen Brüdern schon mittrainiert. 1964 habe ich vor dem Fernseher den Olympiasieg von Egon Zimmermann in der Herrenabfahrt verfolgt, dann wollte ich das auch werden. Dass dieser Traum in Erfüllung gegangen ist, ist natürlich unglaublich.

Am liebsten Skifahren gehe ich…
… daheim, weil wir im hinteren Zillertal ein traumhaftes Skigebiet haben – „dahoam isch dahoam“. Ich schaue mir aber auch sehr gerne Skigebiete in aller Welt an!

Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel ist…
… etwas ganz Besonderes! Einerseits ist die Streif eine spektakuläre Abfahrt, andererseits ist in Kitzbühel auch immer eine unglaubliche Atmosphäre. Ein Kitzbühel-Sieg ist natürlich die Krönung für jeden Abfahrer.

Meine persönliche Erinnerung an das Hahnenkammrennen ist…
… nicht so wahnsinnig berauschend. Ich wurde zwei Mal abgeworfen und einmal bin ich mit Zwischenbestzeit ausgeschieden. Mein Antreten in Kitzbühel war leider nie wirklich von Erfolg gekrönt.

Leonhard Stock

Leonhard Stock in der Weltcup-Saison 1989/90

 

Zur Person:

Leonhard Stock wurde 1958 in Finkenberg im Zillertal geboren und wuchs dort mit seinen vier Geschwistern am elterlichen Bauernhof auf. Bereits im Alter von 6 Jahren fuhr Leonhard Stock erste Skirennen, erste Erfolge auf Regionalebene verzeichnete er mit 12 Jahren. Im Winter 1976/77 holte er erstmals Punkte bei Weltcup-Rennen.

Den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere erreichte der Zillertaler bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid, wo er völlig unerwartet die Goldmedaille in der Abfahrt holte. Zwei Monate zuvor war er beim Training in Val d`lsere nämlich schwer gestürzt und hatte sich eine komplizierte Schulterverletzung zugezogen. Doch schon kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nahm Leonhard Stock mit einem Gipskorsett um den Oberkörper das Training wieder auf.

1997 hat der ehemalige österreichische Skirennläufer sein Elternhaus in Finkenberg übernommen und dort ein 4-Sterne-Hotel erbaut: Im Olympia-Relax-Hotel Leonhard Stock begrüßt er seitdem Gäste aus aller Welt und Rennkollegen aus früheren Zeiten, wie Armin Assinger, Franz Klammer, Hans Enn oder Hansi Hinterseer.

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