Langlaufen in Obertilliach

Langlaufen lernen – Technik Tipps

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Eckard

Eckard Speckbacher ist viel unterwegs: in großen Städten, fernen... Zum Autor

Auf die Technik kommt es an. Ob Skating oder klassischer Stil ist eine Glaubensfrage. Martin Tauber, Profilangläufer und vierfacher österreichischer Staatsmeister, erklärt die beiden Langlauftechniken. Dazu gibt’s noch einige Tipps zur richtigen Technik sowie ein Hinweis, wo die schönsten Loipen in Tirol zu finden sind.

Skating

Das Skating ist etwas schneller als der klassische Stil. Man fährt nicht in einer festen Spur, sondern auf einer glatten Schneefläche. Die Bewegung beim Skating geschieht seitwärts – man stößt seitlich mit den Skiern ab, um nach vorne ins Gleiten zu kommen und kombiniert das mit Stockeinsatz. Ein gutes Gleichgewichtsgefühl und die richtige Koordination sind sehr wichtig, da man permanent nur auf einem Bein steht. Beim Skating gibt es einige verschiedene Stile, die sich besonders durch den Einsatz von Armen und Beinen unterscheiden – zum Beispiel der Eintakter, der Zweitakter symmetrisch, der sehr viel Kraft benötigt, sowie der Zweitakter asymmetrisch, der beim Bergauflaufen verwendet wird.
Ein paar Tipps zur richtigen Langlauftechnik für Skating Anfänger findet ihr im Artikel meiner Kollegin Corinna, die sich im letzten Jahr ihren ersten Langlaufkurs absolviert hat.

Klassisch

Das ist eine sehr alte Bewegung, damit hat der Langlaufsport begonnen. Man braucht dafür nicht so viel Gleichgewichtssinn wie beim Skaten. Wichtig ist der aktive Stockeinsatz. Man ist in einer festen Spur unterwegs und führt eine diagonale Vorwärtsbewegung aus, um sich geradeaus zu bewegen. Bei der diagonalen Bewegung werden immer der rechte Arm und das linke Bein nach hinten bzw. das rechte Bein und der linke Arm nach vorne geführt – und umgekehrt. Dabei drückt man sich über den Fuß nach vorne ab. Anfänger starten eher in diesem Stil. Für Ungeübte sind vor allem steilere Passagen so leichter zu bewältigen.

Langlaufen am Achensee

Langlaufen am Achensee

Für mich persönlich ist die Frage des jeweiligen Stils nicht nur eine Glaubensfrage sondern hängt auch sehr von der Loipe bzw. den Bedingungen ab. Seit einigen Jahren genieße ich es mal klassisch und mal im Skating Stil zu laufen und habe mir daher beide Ausrüstungen zugelegt.

Und meine Kollegin Esther verrät in diesem Blogartikel noch ihre persönliche Hitliste der Langlaufgebiete geschrieben. Auch nicht ganz unwichtig, um noch mehr Freude beim Laufen zu haben :-)

 

Und hier noch ein paar erste Tipps für alle Lernfreudigen:

5 Kommentare

  • Corinna
    Und weil Langlaufen ja so gut tut gibt es hier noch ein paar Tipps, welche positiven Effekte der nordische Skisport auf Körper und Geist hat: http://issuu.com/tirol/docs/langlauffibel_tirol
  • Jochen
    Lust auf langlaufen lernen?http://www.kaiserwinkl.com/winter/langlaufen/langlaufschulen.html
  • michaela
    Frage zum klassischen Langlauf: wie ist das im Video jetzt gemeint: der Fuß, der nach hinten kommt, stosst sich ab, oder (so wie beim Roller fahren)? und der andere gleitet, oder? Oder ist es so, dass der eine automatisch nach hinten geht und ich den anderen vorschiebe um voranzukommen.... Bin erst einmal gefahren, aber ich glaub, ich hab immer mit Kraft den Fuß nach vorne um weiterzukommen. So wie ich das Video verstanden hab, ist das falsch !! Deswegen hatte ich evtl.auch so Knieschmerzen ? Help ! :-))
  • Eckard
    Eckard
    Hallo Michaela! Genau wie du es am Anfang beschreibst (mit dem hinteren Fuß abstoßen und Schub aufbauen) ist es richtig. Die Übung bringt dann auch den entsprechenden Rhythmus mit sich und der Eleganzfaktor steigt von mal zu mal :-) Zum Knie: ein schmerzendes Knie liegt nicht am Abstoßen sondern wahrscheinlich daran, dass dein Knie beim Laufen nach innen geneigt ist. Unbedingt darauf achten, dass es geradeaus zeigt (gefühlt eher nach außen orientieren), dann vermeidest du Schmerzen. Ansonsten ist klassisch Langlaufen eine sehr knieschonende Sportart. Viel Spass!
  • Horst Wahl
    guter Beitrag!