Wo ihr Freeride-Profis trefft: Spotguide für Tiefschneefreunde in Tirol

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Michael

Michael Gams ist in seiner Freizeit viel im Land unterwegs: Beim... Zum Autor

Wenn ihr in Tirol Freeriden geht, kann es schon mal passieren, dass eure Wege sich mit Freeride-Profis wie Stefan Häusl, Matthias Haunholder oder Basti Hannemann kreuzen. Oder mit der bayerisch-tirolerischen Freeski-Crew aus Innsbruck. Hier findet ihr einige Empfehlungen der Profis. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn schließlich gibt’s in ganz Tirol Freeride-Spots.

St. Anton am Arlberg: Vor der Haustür von Freeride-Profi Stefan Häusl

Stefan Häusl (c) Freeride World Tour

Der Hausberg von Freeride-Profi Stefan Häusl hält, was er verspricht: Powder-Abfahrten ohne Ende. Stefan Häusl ist auf der Freeride World Tour zwar rund um den Globus unterwegs, aber am liebsten geht er vor seiner Haustür Skifahren: „Zum Freeriden haben wir unglaubliche Berge in St. Anton am Arlberg. Da checke ich den Wetterbericht und weiß genau: In drei Tagen ist es soweit, da ist der perfekte Tag und dann kann ich das gut vorbereiten. Die Kosten halten sich auch in Grenzen. Und dann kann ich super arbeiten. Wenn ich aber nach Kanada fliege und sowas organisiere, dann bin ich irgendwo zwei Wochen, kann Pech haben und fahre nur Bruchharsch. Bei uns kann ich die Verhältnisse abwarten.“ Perfekt waren die Verhältnisse bei den Aufnahmen für den Freeride-Film „DASEIN“, der ausschließlich am Arlberg gedreht wurde. Darin spielen Stefan Häusl und sein Freund Björn Heregger die Hauptrollen:

Fieberbrunn: Empfehlung von Freeride-Pro Matthias Haunholder

Matthias Haunholder (c) Mirja Geh

Matthias Haunholder ist wie auch Stefan Häusl einer der wenigen Menschen, die bereits einen Tourstopp bei der Freeride World Tour gewinnen konnten. Seine Freeride-Heimat liegt im beschaulichen Örtchen Fieberbrunn in den Kitzbüheler Alpen. Die Insider unter euch wissen es: Fieberbrunn ist neben Chamonix (Frankreich), Vallnord-Arcalis (Andorra), Haines (Alaska) und Verbier (Schweiz) einer von fünf Schauplätzen der Freeride World Tour 2015. Matthias „Hauni“ Haunholder fühlt sich hier wohl: „Fieberbrunn ist meine Heimat, dort habe ich die Entwicklung von Beginn an miterlebt. Inzwischen ist es bei Fahrern der Freeride World Tour sogar einer der beliebtesten Stopps der Freeride World Tour. In Fieberbrunn machen sie einen super Job, alle helfen mit, jedes Jahr ein Top-Event auf die Beine zu stellen. Die Organisation ist hervorragend.“

Hochfügen: Basti Hannemanns heißer Tipp

Ebenfalls einer der weltbesten Profi-Freerider ist der Augsburger Sebastian „Basti“ Hannemann. Im Ski & Winter-Special des deutschen Focus-Magazins vom Dezember 2014 nennt er Hochfügen als seinen heißen Tipp: „In Hochfügen geht einfach alles: Von richtig steilen Big-Mountain-Hängen wie der Ostwand, entspanntem Gelände zum Cruisen auf der Seite des Marchkopfs bis hin zu verschiedenen Abfahrten durch den Wald. Es gibt sogar Lawinensuchgerät-Teststationen, um zwischendurch schnell den Piepser zu checken.“ Hier seht ihr ein paar Impressionen vom Freeriden in Hochfügen:

Innsbruck und Umgebung: Heimat der Freeski-Crew

„Born in Bavaria – now based in Innsbruck“. So beschreiben sich die Jungs der Freeski-Crew selbst. Zehn Jahre gibt es die Freeski-Crew inzwischen. Und sie haben ihrer Wahlheimat das denkbar schönste Geschenk gemacht, nämlich einen Best-Of-Film, in dem ihre „Homebase“ Innsbruck eine Hauptrolle spielt. Über Innsbruck sagen sie: „Seit 10 Jahren produzieren wir Skifilme, aber unsere Wurzeln haben wir dabei nie vergessen. Wir reisen zwar um die Welt und lassen uns von dabei von verschiedensten Kulturen inspirieren. Dennoch gibt es diesen einen Ort, an dem wir uns zu Hause fühlen. Der Ort, der uns am meisten von allen beeindruckt: Innsbruck! Unser Film ist ein Tribut an eine Dekade Freundschaft, Abenteuer und an einen Ort, der mittlerweile unser Zuhause ist.“ Hier könnt ihr den Film „Tribute“ von der Freeski-Crew in voller Länge anschauen:

Das waren noch längst nicht alle Freeride-Reviere in Tirol. Matthias Haunholder fasst es gut zusammen: „Meiner Meinung nach ist das ganze Land ein Paradies für Freerider – hier gibt es alles, von Waldabfahrten bis zu Strecken im hochalpinen Gelände.“

Sicherheit geht vor!

Das sage nicht nur ich, sondern auch Stefan Häusl: „Zum Freeriden gehört die richtige Ausrüstung dazu. Das sind ein LVS-Gerät zur Suche von Verschütteten, Schaufel und Sonde sowie ein Erste-Hilfe-Paket. Das Handy sollte auch nie fehlen. Man muss sich den Wetter- sowie den Lawinenlagebericht genau anschauen und den Tag so planen, dass man auf alles vorbereitet ist. Es ist wichtig, während des Fahrens mit dem Kopf immer bei der Sache zu sein und alles Schritt für Schritt anzugehen.“

Weitere Freeride-Gebiete und Sicherheits-Tipps findet ihr hier: www.tirol.at/freeriden

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