Smartphone mit Dating-App auf der Skipiste

Hat man mit Dating-Apps Erfolg auf der Skipiste?

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Bart

Bart ist selbständiger Web-Entwickler und schreibt als freier... Zum Autor

Heute bandelt man nicht mehr über „Augenkontakt aufnehmen“ oder „Taschentuch fallen lassen“ an, sondern über Dating-Apps. Doch hat man damit auch auf der Skipiste genauso viel Erfolg, wie in der Stadt oder beim Feiern?

Skifahren bei Pulverschnee und Sonnenschein ist ein Genuss, der kaum zu überbieten ist. Viele Touristen die nach Tirol kommen, suchen genau das; Oder doch auch etwas anderes? Es wäre doch reizvoll jemanden kennen zu lernen? Zum Glück gibt es Dating-Apps wie Tinder, Grindr & Co., die einen genau hierbei unterstützen.

Aprés Ski

Es ist 16 Uhr, der Liftbetrieb auf den Skipisten wird langsam eingestellt, die müden Wadeln’ sehen sich nach einer heißen Dusche, wobei die Zunge nach Alkohol lechzt. Der Mensch ist ein Rudeltier, somit überlege ich nicht lange und mache mich auf, eine der umliegenden Aprés Ski-Bars zu besuchen.

Die Stimmung ist gut, die Musik laut, die Muskelschmerzen verschwunden. Was tut man, um nicht blöd in der Gegen herum zu stehen. Man zückt das Handy. Wie viele „Likes“ hat mein heutiges Urlaubs-Foto von der Skipiste bei Sonnenschein bekommen?

Nach einer Weile verliere ich das Interesse am Smartphone und fühle mich etwas einsam. Was wäre bloß die Krönung dieses unvergesslichen Tages?

Smartphone sei Dank

Mein Blick wandert durch die Bar. Hier und dort bleibt er an ein paar schönen Frauen hängen.  Ansprechen oder doch nicht? Vielleicht doch noch einen weiteren Drink, dann geht es doch einfacher!

„Ah, da war doch etwas“, denke ich mir, es gibt doch Dating-Apps. Der Daumen auf dem Smartphone macht sich selbständig und ruft sofort Tinder auf.

Tinder auf der Skipiste

Tinder auf der Skipiste

Es tauchen sofort sehr attraktive Fotos von Frauen auf, die eine schöner als die andere. Mit dem Daumen wird gewählt, jetzt gilt es zu warten, ob die Auserwählte das Gleiche macht und mein Foto genauso attraktiv findet.

Hier und da sehe ich ein paar Mädchen tuschelnd über ihren Smartphones gebeugt. Minuten vergehen, ich vergewissere mich, dass die Reichweite meiner Dating-App auf das Mindestmaß reduziert ist. Als ich mich gerade wieder meinem Bier zuwenden möchte, meldet sich mein Smartphone mit einem „Ping“-Ton.

Wow, ein Treffer!

Nachdem ich die Fotos durchgeschaut habe, fange ich an eine Nachricht zu schreiben. Es geht hin und her, die Hoffnung heute den restlichen Abend nicht alleine zu verbringen, steigt. Nach näherer Betrachtung, erkenne ich dass die Person trotz meine Sucheinschränkung sich ziemlich weit weg befindet.

Bei den zwei weiteren Treffern ist das genauso. „So ein Mist“, geht es mir durch den Kopf.
Was am Ende übrig bleibt, ist doch den ganzen Mut zusammen zu nehmen und zu den Mädchen am anderen Ende der Bar hinüber zu gehen.

Tinder & Co. halten beim Skifahren schlussendlich doch nicht was sie versprechen, am Ende geht doch nichts über ein persönliches „Griaß di“ beim Après Ski.

2 Kommentare

  • Superaguri
    Ach Leute, wie schön ist es in einer Apreskibar nach einem hartem Skitag zu stehen, Musik zu hören, 2 Bier zu trinken und dann noch mit den Mädls dort zu flirten. Da braucht man doch kein Tinder und Co. um festzustellen ob man von Frau für attraktiv eingestuft wird. Also weg mit dem Telefon, her mit dem nächsten Bier und ab in das Abenteuer "Frau kennenlernen"
  • ina
    Sehr interessanter Beitrag, die Facette an verschiedenen Dating Apps ist seh praktisch. Wir leben in einer echt tollen Zeit , wo man(n) sehr schnell glücklich werden kann ! Ich als Frau bevorzuge aber doch eher das persönliche “Griaß di” :-) <3 wobei in Datings Apps herumstöbern auch sehr nice sein kann , wenn man natürlich Single ist ;-))