Was die Christusstatue in Rio De Janeiro mit dem Jakobskreuz im Pillerseetal verbindet

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Michael

Michael Gams ist in seiner Freizeit viel im Land unterwegs: Beim... Zum Autor

Ruhig liegt es da, das Pillerseetal.
Vereinzelt weiden ein paar Kühe auf den Wiesen und auch sonst ist das Pillerseetal im Sommer eine ruhige Gegend. Die bisher größte Sommerattraktion der Gemeinde St. Jakob in Haus ist der Freizeitpark „Familienland“, ansonsten geht es in der 754 Einwohner zählenden Gemeinde sehr beschaulich zu. 6,3 Millionen Einwohner zählt hingegen Rio de Janeiro, die zweitgrößte Stadt Brasiliens. Rios Wahrzeichen ist eine 30 Meter hohe Christusstatue, die auf einem 8 Meter hohen Sockel steht. Auf den ersten Blick haben Rio de Janeiro und St. Jakob in Haus also nichts gemeinsam.

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Brasilianische Christusstatue und Tiroler Gipfelkreuz.
Auf den zweiten Blick haben sie doch eine Gemeinsamkeit. Denn seit 2014 erhebt sich auf der 1.456 Meter hohen Buchensteinwand im beschaulichen Pillerseetal in Tirol ein Gipfelkreuz, das beinahe gleich hoch ist wie die Christusstatue in Rio de Janeiro. Knapp 30 Meter misst das größte begehbare Gipfelkreuz der Welt. Die Idee für das Jakobskreuz hatte Toni Wurzrainer (unten im Bild) allerdings nicht in Rio, sondern bei einer Pilgerwanderung am Jakobsweg im Jahr 2003.

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Eine Idee, die 11 Jahre reifen musste.
11 Jahre später sitzen wir an einem Oktobertag neben Toni Wurzrainer auf der Vierersesselbahn „Buchensteinwand“ und schweben dem Jakobskreuz entgegen. Er erklärt uns, was seine vier gedanklichen Eckpfeiler für das Jakobskreuz sind. Es soll ein Ausflugsziel und Kraftplatz sein, ein Pilgerziel und Ort für besinnliche Veranstaltungen, ein Denkplatz für Seminare, ein Ort für Ausstellungen und andere Veranstaltungen wie zum Beispiel Hochzeiten.

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152 Stufen, mit Kunst versetzt.
Das alles klingt fürs erste noch eher abstrakt. Wir steigen am Gipfel der Buchensteinwand aus dem Sessellift aus und spazieren wenige Meter hinüber zum Jakobskreuz. Aus der Nähe erkennen wir, dass es eigentlich nichts anderes als ein kreuzförmiges, mit Lärchenschindeln gedecktes Gebäude ist. Innen wartet ein Aufzug, den wir allerdings links liegen lassen. Denn an den Wänden im Treppenhaus mit seinen insgesamt 152 Stufen hängen Bilder einer Fotoausstellung der österreichischen Bergrettung.

(c) Tirol Werbung, Michael Gams Tirol Werbung (c) Michael Gams Fotoausstellung Bergrettung

 

 

 

 

 

Die Aussicht ist Attraktion genug.
Im oberen Stockwerk zeigt uns Toni Wurzrainer die Veranstaltungs- und Seminarräume. Die Räume sind, verglichen mit dem Panorama, wenig spektakulär und zweckmäßig für Seminare und Veranstaltungen eingerichtet. Noch einen Stock weiter oben führen Türen ins Freie auf die fünf Aussichtsplattformen: Eine auf jedem Arm des Jakobskreuzes und eine ganz oben. Besucher schauen hier durch Fernrohre. Bis Rio de Janeiro reicht der Blick nicht ganz, aber immerhin über über die Kitzbüheler Alpen und bis zum Wilden Kaiser. An schönen Tagen angeblich bis zum Großglockner.

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Weitere Infos zum Jakobskreuz: www.bergbahn-pillersee.com/jakobskreuz

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