Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Radmarathon Tannheimer Tal 2014. (Foto: Radmaraton Tannheimertal)

Fünf einzigartige Rennradstrecken in Tirol

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Michael

Michael Gams ist in seiner Freizeit viel im Land unterwegs: Beim... Zum Autor

Wolltet ihr schon immer mal mit dem Rennrad das Timmelsjoch oder den Arlbergpass überqueren, die Lienzer Dolomiten umrunden oder durch naturbelassene Hochtäler radeln? Wir haben den Streckenverlauf von fünf der bekanntesten Radmarathon-Veranstaltungen in Tirol unter die Lupe genommen: Die Dolomitenradrundfahrt, den Dreiländergiro, den Tannheimer Radmarathon, den Arlberg Giro und den Ötztaler Radmarathon. Von gemütlich bis extrem – was ist eure persönliche Traumstrecke fürs Rennradeln?

1. Rund um die Lienzer Dolomiten

Falls ihr schon mal in Osttirol wart, ist euch sicher noch der markante Gebirgszug der Lienzer Dolomiten im Gedächtnis. Für Rennradler ist die 112 Kilometer lange Rundfahrt von Lienz nach Oberdrauburg, Kötschach Mauthen, St.Lorenzen, Kartitsch, Abfaltersbach ein Genuss, gespickt mit 1870 Höhenmetern. Den höchsten Punkt erreicht ihr mit 1.526 Metern Seehöhe beim Kartitscher Sattel. Schon zum 28. Mal startet übrigens am 14. Juni 2015 die bei Hobby-Radlern sehr beliebte Dolomitenradrundfahrt. Es lohnt sich natürlich, diese Strecke auch einfach so mal zu radeln. Hier findet ihr den genauen Streckenverlauf mit Höhenprofil.

 

2. Drei Länder an einem Tag

Der Tiroler Ort Nauders ist Ausgangspunkt für dieses Rennrad-Abenteuer durch drei Länder: Über den Reschenpass radelt ihr nach Italien, überquert den höchsten italienischen Gebirgspass am Stilfserjoch in 2.797 Metern Höhe, bevor es vier Kilometer später über den Umbrailpass in die Schweiz geht. Von dort führt die Route über den Ofenpass und entlang des Inn zurück zum Ausgangspunkt Nauders. Insgesamt 3.300 Höhenmeter legt ihr dabei auf 168 Kilometern zurück. 2015 startet übrigens am 28. Juni in Nauders zum bereits 22. Mal der Dreiländergiro auf dieser Strecke. Hier findet ihr den detaillierten Streckenverlauf.

3. Am Rennrad durchs Hochtal

Am Eck zwischen Vorarlberg und Bayern durchzieht das Tannheimer Tal in über 1.100 Metern Seehöhe die Berge. Die Rennradtour startet hier direkt vor dem Tourismusbüro der Ortschaft Tannheim. Von dort geht es nordwärts über die deutsche Grenze nach Pfronten und wieder nach Tirol über Musau und Reutte den Wildfluss Lech entlang bis nach Holzgau. Dort wendet ihr und biegt bei Weißenbach am Lech Richtung Gaichtpass ab. Am malerischen Haldensee kommt ihr zurück nach Tannheim. Insgesamt 130 Kilometer und 930 Höhenmeter Höhenmeter umfasst diese Strecke, die auch die Teilnehmer der siebenten Ausgabe des Rad-Marathons im Tannheimer Tal am 19. Juli 2015 wieder zurücklegen. Hier findet ihr den Streckenverlauf.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Radmarathon Tannheimer Tal 2014. (Foto: Radmaraton Tannheimertal)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Radmarathon Tannheimer Tal 2014. (Foto: Radmaraton Tannheimertal)

 

4. Einmal über den Arlberg und zurück

Wo im Winter die Skifahrer ihren Traum von endlosen Pulverschneehängen erleben, könnt ihr im Sommer mit dem Rennrad vorbeikurbeln. Ihr startet in St. Anton am Arlberg und müsst bis zum Arlberg-Straßenpass zwischen Tirol und Vorarlberg rund 500 Höhenmeter bergauf strampeln. Dann geht es bergab durchs Vorarlberger Klostertal und von Bludenz durchs Montafon bis zur Bielerhöhe in über 2.000 Metern Seehöhe. Dort überquert ihr die Grenze nach Tirol und radelt bergab nach Galtür, durchs Paznauntal bis Pians und zurück nach St. Anton am Arlberg. Am Ende dieser Strecke liegen 148 Kilometer und 2.400 Höhenmeter hinter euch. Ihr könnt übrigens noch bis zum 6. Juni 2015 zwei Startplätze für den Arlberg Giro gewinnen, der hier zum erst dritten Mal stattfindet. Hier findet ihr nähere Infos zum Gewinnspiel.

5. Alpenüberquerung mit dem Rennrad

Wer Sölden nicht vom Skifahren kennt, lernt es spätestens beim Rennradfahren richtig gut kennen. Von Sölden folgt ihr der Straße talauswärts bis Oetz. Dort beginnt die erste Bergprüfung für eure Wadeln, wenn ihr hinauf ins Kühtai auf 2.020 Metern Seehöhe radelt. Bei der Abfahrt nach Völs und weiter nach Innsbruck könnt ihr ein wenig verschnaufen, bevor es wieder bergauf Richtung Brennerpass an der österreichisch-italienischen Grenze geht. In Südtirol fahrt durch Sterzing und dann hinauf zum Jaufenpass, danach durchs Passiertal. Den mit 2.507 Metern Seehöhe höchsten Punkt der Strecke erreicht ihr am Timmelsjoch. Dann geht es endlich wieder bergab und zurück nach Sölden. Wenn ihr diese Strecke geschafft habt, dann liegen 238 Kilometer und unglaubliche 5.500 Höhenmeter hinter euch. Seit 2003 versuchen sich beim Ötztaler Radmarathon jedes Jahr auf dieser Strecke tausende Hobbyradsportler – am 30. August 2015 werden wieder rund 4.000 Teilnehmer aus 15. Nationen erwartet.

Gegenseitige Unterstützung ist beim Ötztaler Radmarathon sicher hilfreich. (Foto: Jürgen Skarwan, Ötztal Tourismus)

Gegenseitige Unterstützung ist beim Ötztaler Radmarathon hilfreich. (Foto: Jürgen Skarwan, Ötztal Tourismus)

Und welche ist eure persönliche Lieblingsstrecke zum Rennradeln in Tirol?

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