Spinatknödel: das Faustregelrezept zum Nachkochen

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An Tagen, an denen ich wieder mal nicht weiß, was ich kochen soll (derer gibt es leider mehr, als mir lieb ist), freuen sich meine Jungs ganz besonders. Denn: Spinatknödel gehen immer – das Gemüse ist wunderbar versteckt, sie schmecken gut und lassen sich auch hervorragend einfrieren.

Julia

Julia König bändigt zwei kleine, aber umso wildere Jungs und ist... Zum Autor

Als „Lieber-Ohne-Rezept-Köchin“ verrate ich Euch hier meine vier Faustregeln für Spinatknödel. (Wer lieber eine genaue Mengenangabe hat, findet diese am Ende des Artikels.)

1 Semmel = 1 Knödel

Pro Knödel braucht man eine alte Semmel.

Manche Zutaten müssen immer das gleiche Gewichts-Verhältnis haben.

Diese sind: 1 Einheit Knödelbrot · 1 Einheit passierter Spinat · 1/3 Einheit Butter oder Butterschmalz · 1/5 Einheit Käse (Parmesan oder würziger Bergkäse).

Der Knödel braucht auch was zur Bindung.

Pro Portion (2 Knödel) müssen in den Teig: 1 Zwiebel · ½ Knoblauchzehe · ½ Ei · 1 Schuss warme Milch · je 1 Prise Salz und Muskatnuss.

Spinatknödel wollen gut begleitet sein.

Sie schmecken am besten mit Parmesan, Schnittlauch und brauner Butter und brauchen unbedingt Salat als Beilage.

 

Die Zutaten für Spinatknödel - mehr braucht's nicht. Echt nicht.

Die Zutaten für Spinatknödel – mehr braucht’s nicht. Echt nicht.

Die Zubereitung

  1. Die Zwiebeln so fein wie möglich schneiden und in der Butter/dem Butterschmalz anschwitzen. (Ich beginne immer mit diesem Schritt, weil die Zwiebeln, wenn sie bei kleiner Hitze recht lange in der Pfanne bleiben, karamellisieren und besonders lecker schmecken.)
  2. Semmeln klein schneiden und als Knödelbrot in eine große Schüssel geben.
  3. Die Semmelknödel mit warmer Milch übergießen und salzen.
  4. Eier verquirlen und zur Knödelmasse geben.
  5. Käse zugeben und die ganze Masse leicht durchkneten. Anschließend etwas ziehen lassen.
  6. Nach etwa zehn Minuten den Spinat zugeben und die Masse wieder leicht durchkneten.
  7. Knoblauch zu den Zwiebeln geben, kurz mitdünsten und das Butter-Knoblauch-Zwiebel-Gemisch zu den restlichen Zutaten geben.
  8. Alles gut durchkneten und etwa eine halbe Stunde rasten lassen.
  9. Prüfen, ob die Masse die richtige Konsistenz hat: Der Teig sollte sich gut kneten und formen lassen und auch gut in Form bleiben. Ist der Teig nicht so, wie er sein sollte, braucht er entweder mehr
  1. Knödel formen und für etwa 25 Minuten ins kochende Wasser geben (Tipp: Besonders gut werden sie, wenn sie im Dampfgarer zubereitet werden!)
  2. Butter schmelzen und leicht bräunen lassen, Parmesan reiben und Schnittlauch schneiden.
  3. Anrichten und schmecken lassen!

Viel Spaß beim Ausprobieren und „An Guatn“ :-)

Maaaahlzeit!

Maaaahlzeit!

 

Noch ein Tipp zum Abschluss: Ursprünglich sind Knödel ein Gericht, in dem man Reste verwertet. Solltet Ihr also noch hart gewordenes Brot (von Baguette bis Vollkornbrot), Käsereste oder ähnliches übrig haben – nur rein damit!

 

Zutaten für Spinatknödel (4 Portionen):

250g Knödelbrot · 250g passierter Spinat · 80 g Butter/Butterschmalz · 120g Zwiebel · 15 g Knoblauch · 125 ml Milch · 2 Eier · 50 g Käse (würzig)

6 Kommentare

  • Max
    Scheiß Rezept nicht nach kochen.
    • michael
      na max, moagst kan spinat? ;-)
    • Julia
      Hi Max, magst Du mir vielleicht sagen, was bei den Spinatknödeln schief gelaufen ist? liebe Grüße, Julia
  • Sandra
    Rezept ist hervorragend! Habe Mengenangabe einfach verdoppelt,dann reichts für die ganze Familie..der Tip mit dem Dampfgarer war spitze!😀
    • Julia
      Liebe Sandra, vielen Dank fürs Kompliment - freue mich sehr, wenn die Knödel geschmeckt haben :-) lg, Julia
  • Gisi
    Extrem genial, vielen Dank fürs Rezept!!!