Kaunertaler Gletscher: Ein Blick hinter die Kulissen

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Wenn der Winter kommt, pilgert die Snowboard & Freeski-Szene ins Kaunertal: Von Oktober bis zu den Spring Classics, die bis Ende Mai dauern, zeigen die Rider im Snowpark Kaunertal ihre Tricks.

Rosanna

Rosanna Battisti fährt gerne weg und kommt gerne wieder – vor... Zum Autor

Er kennt am Kaunertaler Gletscher alle Top-Spots. Kein Wunder, Flo Achenrainer war sechs Jahre lang Profi–Rider im Park und mit seinem Snowboard die ganze Saison unterwegs. Heute steht er 30-Jährige hinter der Kamera und filmt die Tricks der anderen. Was den perfekten Snowpark ausmacht, verrät er im Gespräch.

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Obstacles, Jibben, Mini-Shreds – das ist echtes Snowboarder-Latein. Worum geht es da eigentlich?
Das ist einfach eine Szenesprache, in der wir uns unterhalten und über unseren Sport sprechen. Viel wichtiger als die richtigen Begriffe ist aber das fahrerische Können. Damit überzeugt man.

Ganz ehrlich: Wie oft bis du in den Schnee gestürzt, bevor dir der erste Trick mit dem Snowboard gelungen ist?
Hunderte Male. Es braucht viel technisches Können, bis ein Trick klappt. Ich habe mit sechs Jahren im Kaunertal mit dem Snowboarden angefangen. Seitdem hat sich viel verändert und die Szene hat sich stark weiterentwickelt: Heute gleicht Snowboarden einem Turnsport, es geht vielmehr um körperliche Fitness und um Akrobatik als früher.

Filmeinsatz beim Kaunertal Opening. Foto: Mark von Roy, KTO

Filmeinsatz beim Kaunertal Opening. Foto: Mark von Roy, KTO

Wer kann im Snowpark Kaunertal sein Können unter Beweis stellen?
Das Gletscherskigebiet bietet für jeden etwas, egal ob Backcountry, Park oder Piste. Anfängern rate ich: immer langsam und step by step. Die Tricks haben alle System und jeder sollte zuerst das schulische Fahren beherrschen, bevor er es im Park versucht. Viele machen das falsch und starten zu früh in den Snowpark.

Vom traditionellen Park Opening KTO bis zu den Spring Classics – am Kaunertaler Gletscher trifft sich seit Jahren das Who-is-Who der Snowboard- und Freeski-Szene. Was macht diesen Snowpark eigentlich so besonders?
Einmal ist es die bequeme Anfahrt, denn man fährt mit dem Auto direkt an den Pistenrand. Das ist schon sehr besonders. Und man fährt durch ein Paradies, durch einen Naturpark. Ab der Mautstation ist man wie abgeschlossen von der normalen Welt. Super sind natürlich auch die Bedingungen. Wenn du Glück hast, findest du sogar im Juni noch Powder.

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Du bist nicht nur Rider, sondern beruflich als Filmer unterwegs. Dabei hast du auch festgehalten, wie der Snowpark Kaunertal gebaut wurde. Wie sieht deiner Meinung nach ein perfekter Snowpark aus?
Der perfekte Snowpark hat Obstacles – also Hindernisse – die keine Angst machen. Wichtig ist, dass ich mich nicht überwinden und über meine Grenzen gehen muss. Ein perfekter Snowpark hat kleine Hindernisse, die für Beginner und Profis geeignet sind: So haben Anfänger keine Angst und Profis haben überall Spaß. Je weniger ich darüber nachdenken muss, ob ich mich etwas trauen kann, desto besser. Ein Snowpark soll ein Spielplatz sein. Genau das setzt der Snowpark Kaunertal um.

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