Skiurlaub mit der Familie – wie kann man sich das noch leisten?

Aktualisiert am 16.11.2016JuliaJulia

Sobald die Kinder älter als zwei Jahre sind, können die Kosten für einen Familienurlaub schnell explodieren. Dabei fängt der Spaß doch erst an, wenn der werte Nachwuchs selbst mit den Skifahren starten kann! Es geht aber auch anders…

1. Zu Hause bleiben.

Wer braucht schon Berge? Skifahren kann man ja ohnehin ja auch im eigenen Garten. Und an Flussböschungen geht es schließlich auch abwärts.

Zirl, Garberalm/Thomasegg

ABER: Ein Urlaub in Tirol ist halt schon schöner, mit frisch verschneiten Bergen rundum und jeder Menge Schneespaß. Und für die Schulung der kindlichen Motorik wäre so ein bisschen Skifahren auch ganz gut.

2. Reist zu Fuß an.

Billiger geht’s echt nicht, hat aber den Nachteil, dass man meist erst am Ziel ankommt, wenn der Urlaub schon längst vorbei ist. Und dass der Nachwuchs höchstwahrscheinlich unzufrieden jammern wird.

Tobogganing fun #lovetirol ❄️

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Eindeutig bequemer reist Ihr aber mit der Bahn an. Und weil bis zu vier Kinder gratis mitfahren dürfen, kann die Bahnreise sogar billiger als die Anreise mit dem Auto sein. Wer früh genug dran ist, kann auch noch ein Ticket der Sparschiene (ÖBB), ein Sparpreis-Ticket (DB) oder ein Sparbillet (SBB) ergattern und zahlt damit nur 19,- bis 39,- Euro für die Anreise nach Tirol. Übrigens: in vielen Regionen könnt Ihr Skibusse und manchmal auch öffentliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen, ein Auto vor Ort braucht‘s also eigentlich nicht unbedingt.

3. Schlaft im Zelt.

Ist im Winter zwar etwas frisch, aber Ihr könnt Euch ja gegenseitig wärmen.

Nauders, Tscheyeck, Skicamp

Gemütlicher ist‘s freilich in einer Ferienwohnung oder bei einem Privatvermieter. Beides gibt es auch für kleines Geld zu mieten. Andererseits: meine Kollegin Mirte hat festgestellt, dass auch Wintercamping seine Reize hat.

4. Bucht irgendwo im Nirgendwo.

Sucht Euch am besten eine Unterkunft, die möglichst weit von Ortszentren und Skipisten entfernt ist, nur über Forststraßen erreicht werden kann und im Idealfall auch über keinerlei landschaftliche Reize verfügt (letzteres wird in Tirol natürlich schwer fallen, aber versuchen kann man‘s ja).

Lunch on a mountain hut is a must when skiing in Tirol 🍴🍳😋

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Bequemer und trotzdem günstig ist‘s freilich, wenn Ihr Euch für einen Ort entscheidet, der nicht ganz so bekannt ist und an das Skibusnetz angebunden ist. Das hat nämlich gleich drei Vorteile: es ist kostengünstig, es ist ruhiger und Ihr profitiert trotzdem von einem der nahegelegenen Skigebiete (oder vom sogenannten Bürgermeisterlift im Ort).

5. Esst Brot und trinkt Wasser.

 Wer braucht denn schon Butter aufs Brot?

Die Tiroler Version von Brot und Wasser. Und Speck. Mit Schnittlauch.

Die Tiroler Version von Brot und Wasser. Und Speck. Mit Schnittlauch.

Aber keine Sorge und ganz im Ernst: Essen gehen könnt Ihr Euch auch in Tirol leisten – beim Dorfwirt isst man gut und günstig und auch in den vielen internationalen Restaurants wird man ausgezeichnet verköstigt. Oder Ihr kocht ganz einfach selbst in der gemieteten Ferienwohnung. Flexibilität inklusive.

6. Holt die Holzski aus dem Keller.

Früher hat es doch auch geklappt, mit den Holzskiern und den Lederriemchen als Bindung. Was macht das schon, dass sich die Ausrüstung rund um den Skisport zugunsten des Komforts, des Fahrvergnügens und nicht zuletzt auch der Sicherheit massiv weiterentwickelt hat?

Just rediscovered some handmade powderskis in my cellar. Looking forward to the new winter season ❄️

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Wer darauf nicht verzichten möchte, muss aber auch nicht gleich tief in die Geldbörse greifen, sondern kann sich die topmoderne und bestens gewartete Skiausrüstung auch leihen –  sogar um bis zu 50% vergünstigt oder gar gratis für die Kids. Wer bei Intersport Rent seine Skiausrüstung leiht (gibts praktisch in allen Tiroler Skigebieten), bekommt die für Kinder bis 10 Jahre gratis dazu.

7. Schleppt Eure Kinder selbst den Berg hoch.

Gut für die Kondition, ganz klar und abends sind garantiert nicht nur die Kinder streichfähig.

Man beachte die glücklichen Damen im Hintergrund!

Man beachte die glücklichen Damen im Hintergrund!

Alternativ könnt Ihr Euch auch für eines der vielen Skigebiete Tirols entscheiden, in denen Kinder alle Lifte generell (oder in speziellen Angebotswochen) kostenlos benutzen dürfen.

8. Spart Euch den Skikurs.

Wer selbst schon sicher auf den Skiern steht, kann ohne weiteres auch seinen Kindern die perfekten Schwünge im Schnee beibringen. Dass Kinder naturgemäß weniger auf ihre Eltern hören, wenn es darum geht, etwas zu lernen, ist angesichts der Kostenersparnis nebensächlich. Dass man die Zeit auch besser nutzen könnte, indem man dem eigenen Pistenvergnügen nachgeht, auch. Und einen Grund dafür, dass die Skilehrerausbildung eine staatliche anerkannte Berufsausbildung ist, gibt es eigentlich eh nicht.

The little ones are also having fun skiing, most of the time 😉🎿 #lovetirol

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Nur so zur Info: einige Regionen bieten kostenlose Skikurse für den Nachwuchs an. Die Silberregion Karwendel zum Beispiel immer, die Regionen Tirol West, das Ötztal, das Wipptal und Imst während ihrer Familienwochen. (Wann die sind, könnt Ihr im .pdf weiter unten nachlesen.)

9. Lasst den Zufall entscheiden, in welche Region Ihr fahrt!

In Tirol ist eh alles gleich – es gibt halt Berge und Skigebiete und Täler dazwischen….eigentlich echt egal, wohin man da fährt.

Luftaufnahme der Alpen

Ganz Tirol ist schön. Überall. Wirklich und ganz ohne Ironie. Da könnt Ihr echt nicht viel falsch machen. ABER: Manche Regionen bieten ihren Gästen ein kleines bisschen mehr. Dieses kleine bisschen mehr nennt sich Gästekarte und je nachdem, was man im Urlaub tun möchte, kann man damit ganz schön viel Geld sparen. Bei den Öffis, den Bergbahnen, den Loipen, den Kursen, den Hallenbädern, den Ausflugszielen, den Pferdekutschenfahrten, dem Kinderprogramm und so vielen Freizeitaktivitäten mehr. Vergleichen lohnt sich also! Am besten startet Ihr dazu einen Rundruf bei allen Tiroler Regionen (sind ja nur 34). Oder ihr seht Euch einfach diesen Download (halt ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit) an.

 

Downloads

Linktipps:

Julia

Julia König bändigt zwei kleine, aber umso wildere Jungs und ist deshalb in ihrer freien Zeit viel mit ihrer Familie in der Natur unterwegs. Sie hat die besten Tipps zu Abenteuerspielplätzen und Ausflugszielen.

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