9 Gründe, warum Kinder den Schnee so lieben.

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Ordentlich viel Schnee im Winter wird jedes Jahr in Tirol sehnsuchtsvoll erwartet. Ist er dann endlich da, ist unser Nachwuchs besonders glücklich darüber. Warum eigentlich?

Christina

Mit ihrem Blick für Details erkundet Christina Schwemberger Land,... Zum Autor

1. „Weil i do die Mama beim Skifahren olm überhol!“

Er grinst, weil er weiß, dass er auch mich gleich überholen wird…

Es ist ein Gerücht, dass die Tiroler mit Skiern geboren werden. Aber es ist nur wenig später, wenn sie das erste Mal auf den Brettern stehen, die für viele in Tirol die Welt bedeuten! Mir wird immer ganz schlecht, wenn solche Knirpse an mir vorbei düsen – die haben einfach keine Angst! Glücklicherweise scheinen sie genau zu wissen, wie man rechtzeitig bremst.

2. „Weil i mi do vom Papa aufn Berg aui ziachn lassen kann“

Müde? Keineswegs. Der Schein trügt.

Es ist immer wieder das gleiche. Beim Aufstieg sind die Kleinen schon müde, bevor die Rodel aus dem Auto ausgeladen wurde. Am liebsten würden sie sich den ganzen Weg lang hinaufziehen lassen! Aber kaum sind sie dann bei der Hütte und sehen den Rodelhang (zum Beispiel auf der Gleirsch Alm), sind  sie wie durch ein Wunder wieder quietschfidel. Was Schnee alles kann! Und dass das Hinunterdüsen auf einer langen Bahn lässig ist, braucht an dieser Stelle gar nicht ausführlich erklärt zu werden.

3. „Weil’s so cool isch, durch den Schnee zu stapfen.“

Anstrengend aber schön, dieser Tiefschnee

Beim ersten richtigen Schnee im Jahr waren meine beiden Töchter, von Natur aus chronische Stubenhocker, immer plötzlich ungewohnt schnell. Rein in die Schneestiefel und raus durch den Tiefschnee! Toll sind Schneeschuhwanderungen, die auch für Familien angeboten werden. Da geht’s durch Wald und Wiesen, querfeldein. Zum Beispiel hier: Schneeschuhwandern im Pitztal

4. „Weil i die Karottn dann nit selber essen muss. De isch dann dem Schneemann sei Nasn.“

Hier wurde die Karotte doch gegessen. Nicht so schlimm, im Wald findet sich genug Dekorationsmaterial.

Der gute alte Schneemann ist immer noch in. Ob nun klassisch mit Karotte und Besen oder moderne Varianten mit Hut und Sonnenbrille. Kinder sind fantasievoll und kreativ. Und das tollste: hat es einmal anständig geschneit, gibt es Baumaterial ohne Ende. Dem Bau einer ganzen Familie stehen dann wohl nur Ermüdungserscheinungen im Wege.

5. „Weil i do oamal richtig zielen kann. Und meischtns a triff.“

Es geht nicht ohne. Irgendwann ist es immer Zeit für eine richtige Schneeballschlacht.

Endlich mal auf andere zielen, ohne dass es gefährlich wird. Und ohne, dass irgendwer was dagegen hat – von Schneebällen getroffen zu werden, tut meist nicht weh. Und die Revanche bleibt nicht aus. Das ist lustig und hilft beim Abreagieren. Auf ganz harmlose Weise.

6. „Weil i gern am Schneeball lutsch, wenn die Mama nit herschaug“

Wenn’s halt so guat isch!

Des Öfteren hab ich meinen Kindern verboten, das zu machen, was ich selbst oft als Kind getan habe: vom frischen Schnee naschen. Irgendwann hab ich das Verbot aufgegeben. Und war nur mehr froh, dass sie zumindest den gelben Schnee instinktiv gemieden haben.

7.  „Weil des Eis so schian rutschig isch“

Auf dem zugefrorenen Piburger See eislaufen, das hat was!

Am Eis dahindüsen wie eine Eisprinzessin – bei der Eisdisco geht das ganz elegant bei entsprechender Musikbegleitung und gefällt besonders den Mädchen. Die Jungs lieben das Eishockey-Spielen und beim „Fangalex“, sprich Fangenspielen auf dem Eis, haben es alle zusammen wieder recht lustig. Toll ist das Eislaufen auf einem zugefrorenen See – wie heuer auf dem Piburger See wieder möglich: Piburger See

8. „Weil i dann imma an Kaiserschmarrn auf da Hüttn krieg.“

Geteilt wird gerne. Vorausgesetzt, die Portion ist groß genug.

Geteilt wird gerne. Vorausgesetzt, die Portion ist groß genug.

Egal ob vor dem Rodeln oder nach dem Skifahren, die Bewegung an der frischen Luft zaubert nicht nur rote Pausbäckchen in die Gesichter von Jung und Alt, sonder macht auch anständig Appetit. Zum Beispiel auf Kaiserschmarrn. Mit so viel Hunger schmeckt er noch einmal so gut wie sonst.

9. „Weil es sein kann, dass schulfrei isch, wenn’s viel schneit.“

Lieber Skifahren statt Schule gehen? Das wär’s.

Ja, das würde allen Kindern gefallen! Die Winter sind aber nicht mehr so hart wie früher. Und nur wenige leben so abgelegen, dass viel Neuschnee eine Fahrt in die Schule verhindert.
Aber träumen darf man ja, oder?

Fotos: Tirol Werbung/Robert Pupeter, Martina Wiedenhofer, Jens Schwarz. Ötztal Tourismus/Bernd Ritschel
Allgemein, Familie

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