Toller Holler: mein liebstes Rezept für Holunderblütensirup

Aktualisiert am 29.05.2020JuliaJulia

Die Hollerblüte im Juni ist das verlässlichste Zeichen dafür, dass endlich richtig Sommer ist und wir uns auf erfrischende Stunden im Freibad und am See sowie gemütliche Wanderungen zu einen der Almen rundum freuen können. Und weil außer Eis eigentlich nichts so sehr nach Sommer schmeckt, wie Hollerblütensirup, zeige ich Euch hier mein Rezept, um den Sommer in Flaschen zu füllen.

Schwierigkeit: leicht

Zubereitungszeit: 30 min

Portionen: ca. 2,5 Liter

Die Holunderblüten nicht pflücken, sondern besser die ganzen Dolden mit einer Schere abschneiden.

Zutaten für Hollersirup

(ergibt etwa 2,5 Liter)

  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker oder Birkenzucker (Xylit)
  • 200 ml Zitronensaft (oder 15 Gramm Zitronensäure)
  • 1 Bio-Zitrone (unbehandelt)
  • 20 Holunderblüten (je mehr Holunderblüten man nimmt, desto besser)
  • evtl. einen Minzzweig und Melisse

Zubereitung

Nach dem Sammeln sollte man die Holunderblüten von den größten Verunreinigungen befreien. Die Zitrone in Scheiben schneiden. Danach die Holunderblüten zusammen mit dem Zucker, Zitronensaft und den Zitronenscheiben in ein großes Gefäß geben und so lange rühren, bis am Boden kein Zuckersatz mehr liegt. Gegebenenfalls noch Minze oder Melisse hinzufügen und nochmals gut durchrühren. Das Gefäß an einen kühlen Ort stellen und am Besten mit einem Tuch abdecken. Täglich ein- bis zweimal erneut umrühren.

Die Faustregel lautet, dass der Sirup fertig ist, sobald sich am Boden kein Zucker mehr absetzt, dieser also komplett aufgelöst ist. Die Blüten sollten jedoch mindestens 3 Tage lang ziehen, um möglichst viel Geschmack abzugeben. Wenn der Sirup fertig ist, kann er in kleinere Falschen umgefüllt werden. Dazu die Flaschen gut reinigen und auskochen. Das Sirup-Gemisch durch ein grobes Sieb gießen, um die Dolden und Zitronenscheiben abzuseien. Zum Schluss den Sirup durch ein feines Tuch (Mulltuch, Passiertuch o.ä.) filtern und in Flaschen füllen.

Die Holunderblüten von Verunreinigungen befreien, danach alle Zutaten in einem großen Gefäß mit Wasser mischen.

Gegebenenfalls Minze oder Melisse hinzufügen und nochmals gut durchrühren, bis am Boden kein Zuckersatz mehr liegt.

Das Gefäß mit einem Tuch abdecken und an einen kühlen Ort stellen. Täglich ein- bis zweimal umrühren.

Varianten

Man kann den Sirup, bevor man ihn in Flaschen füllt, auch nochmals kurz aufkochen. Ich persönlich verzichte darauf, weil dadurch einige der Vitamine verkochen und der Sirup in der Regel auch ohne Erhitzen lange haltbar bleibt. Statt Zucker kann man den Sirup auch mit Birkenzucker (Xylit) ansetzen. Einfach den Zucker 1:1 durch Xylit ersetzen und den Sirupansatz mehrmals täglich durchrühren. (Was die Haltbarkeit angeht, habe ich hier allerdings leider noch keine Erfahrungswerte, theoretisch müsste der Sirup aber mindestens genauso lang haltbar sein.) Ein paar Zweige Minze (einfach mit den Holunderblüten gemeinsam dem Wasser-Zucker-Gemisch beimengen) geben dem Sirup einen noch frischeren Geschmack. Und man hat alkoholfreien Hugo Zuhause.

Viel Spaß beim Ausprobieren und: Zum Wohl!

Alle Fotos: Carlos Blanchard

P.S. Pinn mich :)

Julia

Julia König bändigt zwei kleine, aber umso wildere Jungs und ist deshalb in ihrer freien Zeit viel mit ihrer Familie in der Natur unterwegs. Sie hat die besten Tipps zu Abenteuerspielplätzen und Ausflugszielen.

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12 Kommentare

Edith Eichhöbl

Herzlichen Dank für Dein Rezept. Scheint mir sehr einfach zu sein. Ich werde es heuer ausprobieren!!

Julia

Liebe Edith, ich wünsche Dir gutes Gelingen....und viel Freude am Ausprobieren :-) lg, Julia

Sandra

Liebe Julia
Tolles Rezept! Kochst du das Wasser auf, bevor du es mit dem Zucker und dem Zitronebsaft vermischst? Lg Sandra

Julia

Hallo Sandra, ich koche das Wasser nicht ab, sondern verwende es direkt aus dem Wasserhahn :-) lg, Julia

Johanna

Hallo, danke für das Rezept :)
Muss ich heuer mal mit frischem Zitronensaft probieren. Hab bisher immer Zitronensäure verwendet.

Bezüglich Haltbarkeit mit Birkenzucker (Xylit): Hält nicht so lang, da Xylit keine konservierende Wirkung hat so wie Saccharose. Wird also ziemlich schnell schimmlig. Hab allerdings keine Erfahrungswerte, ob abkochen hilft, aber ich vermute, dass dies die Haltbarkeit auch nicht um vieles verlängert.

Liebe Grüße, Johanna

Julia

Hallo Johanna, ich habe den Hollersirup mit Xylit zuerst verbraucht, er hielt aber auch mindestens zwei Monate :-) lg, Julia

Höllrigl Beatrix

Liebe Julia, erstmal Danke für Dein Holunderblütensiruprezept. Aber bitte Säge mir, welches Gefäß, mit was rühre ich um und welchen Zucker? Gelierzucker oder normaler Kristallzucker? Danke Beatrix Petra

Julia

Liebe Beatrix,

ich verwende zum Ansetzen entweder ein Wäscheschafferl oder große Einweckgläser. Alternativ kann man den Hollersaft natürlich auch in großen Töpfen machen. Für den Hollersirup muss man unbedingt normalen Kristallzucker verwenden - wer mag, auch den feinen, aber keinesfalls Gelierzucker.

lg

Julia

Günther Pöchhacker

Ich habe das Rezept heute umgesetzt. Sehr gut erklärt. Bin schon neugierig auf das Ergebnis da es mein erster Versuch in dieser Richtung ist.
Meine Frage: Wenn ich nur 1 Liter Wasser hinzugebe, wie erhalte ich dann 2,5 Liter Sirup (lt. Rezept)?

Beste Grüße
Günther

Julia

Lieber Günther, die zweieinhalb Liter ergeben sich aus dem Wasser, dem Zucker und dem Zitronensaft, da sich der Zucker ja im Wasser auflöst, verdoppelt sich dadurch die Menge der Flüssigkeit :-). lg, Julia

Verena

Spannendes Rezept, danke dafür!
Ich frag mich wie lange die Haltbarkeit des Sirups ist, hast du da Erfahrungswerte? Und: lagerst du gekühlt (im Kühlschrank) oder nur kühl?
Danke und lg verena

Julia

Hallo Verena,

die Haltbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab - wenn man den fertigen Sirup abkocht, bleibt er bis zu einem Jahr haltbar, wenn er nicht abgekocht wird, schätze ich die Haltbarkeit auf ein Jahr. Dunkel und kühl sollte er in jedem Fall gelagert werden.

lg

Julia

P.S. Meistens fängt Hollersirup zu gären an, wenn er zu lange nicht verbraucht wird - solange er nicht schimmelt, kann ihn dann aber trotzdem noch - dann als Hollersekt - trinken.

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