8 Sätze, die du lieber nicht zu einem Tiroler sagst

Aktualisiert am 23.04.2018ChristinaChristina

Die Tiroler (hier und im folgenden sind Dirndln und Mander gleichermaßen gemeint) sind als freundliches Volk bekannt. Ihre manchmal etwas raue Art ist völlig normal, sie liegt in der Natur eines Bergvolkes. Meistens sind die Tiroler gelassen – außer man trifft sie am falschen Fuß, dann können sie ganz schön „granteln“, was so viel wie „verärgert sein“ heißt. Es gibt ein paar Sätze, die einige Tiroler  zu „Grantlern“ machen können, deshalb sollten sie besser vermieden werden.

„Woanders gibt es schönere Berge.“

Es kann ja sein, dass es global gesehen noch weitere schöne Berglandschaften geben mag.
Aber schönere? Ganz bestimmt nicht!

„Deine Lederhose müsste mal gewaschen werden.“

Das Lieblingsstück vieler Tiroler wird erst durch den Gebrauch seines Trägers zu einer richtigen Lederhose. Sie waschen zu wollen oder auch nur daran zu denken, ist einfach unmöglich!

„Sprich Deutsch mit mir!“

Ein Tiroler spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, auf gut „Deutsch“ gesagt. Für schönes Deutsch, sprich Hochdeutsch, müsste sich der Tiroler viel zu sehr verbiegen und das mag er gar nicht. Also im Zweifelsfall lieber noch einmal nachfragen und gegebenenfalls raten.

„Es herbstelt“

Wenn der Sommer kalendarisch gesehen noch nicht zu Ende ist und ein einzelner kalter Schlechtwettertag unbedachterweise bereits als Vorbote des Herbstes gedeutet wird, kann das schon die Sommerlaune trüben. Bei Tirolern und bei anderen auch.

„Ich glaube nicht, dass es heuer noch schneit.“

Im Winter gehören verschneite Berge in Tirol einfach dazu, nicht nur des Wintersports wegen. Wenn es im Jänner immer noch nicht richtig geschneit hat, sollte man die Hoffnung nicht aufgeben und deshalb auf pessimistische Aussagen dieser Art lieber verzichten.

„Da kommst du nicht rauf.“

Wer das zu einem Tiroler sagt, der praktisch in Bergschuhen auf die Welt gekommen ist – hat es nicht anders verdient. Er wird angegrantelt. Garantiert.

„Sind Sie Deutscher?“

Diese Frage wird Tirolern öfters auf Auslandsreisen gestellt, gleich nach der Frage „Sprechen Sie Deutsch?“ Es ist nicht so, dass der Tiroler Deutschland nicht mag. Sondern vielmehr, dass er so stolz auf Tirol ist und einfach gerne als Tiroler gesehen werden will. Es macht ihn grantig, wenn das nicht gleich erkannt wird.

„Tschüss!“

Kein Satz, sondern nur ein Wort. Auch wenn „Tschüss“ in Tirol inzwischen verbreitet ist, wird es maximal geduldet, aber nicht begrüßt. Traditionell verabschieden wir uns eben mit „Pfiati“ oder „Pfiatenk“. Des isch halt so.

Christina

Mit ihrem Blick für Details erkundet Christina Schwemberger Land, Stadt und Leute und bringt die Eigenheiten der Tiroler mit einem Augenzwinkern auf den Punkt.

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9 Kommentare

Franz Joachim Gründler

Griaß Enk!
Ja, stimmt!
Wenn ich gefragt werde ob ich Österreicher sei werde ich auch grantig.
I bin a Tiroler!!!

Michael

Da sag ich als Saupreuss gerne: Sauber. Pfiati.

Melanie

einfallslos

Freddy

Klasse Bericht Christina! Leider sagen viele Tiroler bzw Zillertaler auch "Tschüss"
Servus aus Franken. Oder besser gesagt "Ade".
Bis bald wieder im Zichlatol

Virgil

Guten Morgen
Ich bin Aosta Tal, aber .....Lang lebe das Tirol und alle Tiroler.
Freundliche Grüße.
Virgil

Virgil

Danke Christina für den nützliche Tipps!!

ONMA Hannover

Ich bedanke mit recht herzlich für diese Tipps. Man selbst nimmt diese Sachen ja auch nicht so sehr wahr, werde deine Ratschläge bei meinem nächsten Tirol Urlaub versuchen zu beachten.

Liebe Grüße aus <a href="https://onma.de/webdesign-hannover/" rel="nofollow">Hannover</a>

Michael

Die Berge hinterm Arlberg sind auch ganz schön ;-)

Christina

Vielen Dank für eure Kommentare, hat mich sehr gefreut!
@Michael: die sind aber höchstens gleich schön ;-)

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