In schnellen Tritten zum Rennradfahrer: Tipps für Einsteiger

12.04.2018CorinnaCorinna
Ort: Kühtai

Nachdem ich schon lange begeisterte Mountainbikerin bin und viele Höhenmeter bergauf strample, habe ich mich endlich auch mal für eine erste Tour mit dem Rennrad motivieren lassen. Als Rennrad-Einsteigerin erzähle ich hier von meinen Eindrücken und was ich schon lernen konnte:

Ich liebe Geschwindigkeit und die Bewegung in der Natur. Beim Rennrad-Fahren lassen sich diese beiden Dinge gut kombinieren – zumindest habe ich das bei meinem ersten Versuch mit dem Rennrad feststellen können. Mein Fazit: wow – so leicht, so schnell, so weit.

Hier nun ein paar Tipps für Rennrad-Einsteiger:

Das Rennrad

Ein Leichtgewicht im Verhältnis zum vollgefederten Moutainbike (Fully). Für den Erstversuch haben wir uns ein Rennrad bei Crazybikez in Innsbruck ausgeliehen und wurden sehr gut bedient. Wie bei allen Rad-Disziplinen muss auch hier die Rad-Rahmengröße, die Sattelhöhe usw. auf die Körpermaße abgestimmt sein. Zudem empfiehlt sich eine kleine Proberunde, bevor man richtig losstartet.

Ausrüstung

Helm, Radhandschuhe und Radschuhe mit Klicks sollte bei keinem Radfahrer fehlen – alles im aerodynamischen Rennrad-Style versteht sich. Rucksack geht aber gar nicht.

Styling

Sich von den weiten Mountainbike-Klamotten verabschieden und zurück zur guten alten enganliegenden „aerodynamischen Radlhose“. Besonders trendige neue Trikots und Hosen in unterschiedlichen Designs (Lifestyle, Rennrad-Einsatz, Rad-WM…) gibt es auch im Tirol Shop.

Fahrtechnik

Die Sitzposition ist generell „gebückter“ als beim MTB, spezielle Position beim Abwärtsfahren, verschiedenste Griffhaltungen beim Bügellenker (oben, seitlich) in Kombination mit Schalt- und Bremstechnik, unterschiedliche Trittgeschwindigkeiten…. – alles in allem sehr viel Technik! Hatte ich bei der ersten Ausfahrt aber schon gleich mal gut im Griff – sprichwörtlich.

Guiding

Sich beim ersten Mal gut und sicher von einem Rennrad-Guide einweisen lassen in Fahrtechnik (bergauf, bergab…) und „Zeichenlehre“ wie zB langsamer, Unebenheiten am Boden, hintereinander einordnen, Halt…

Tourenwahl und Annäherung an unterschiedliche Schwierigkeitsgrade

Zum „Einradlen“ empfehlen sich ein paar Touren im flachen Gelände mit geringen Steigungen und leichten Abfahrten – zur Gewöhnung an das Gerät sozusagen. Diese leichte Tour zwischen Kufstein und Breitenbach ist mit 50 km und 450 Höhenmeter für den Einsteiger mit sportlichen Grundvoraussetzungen gut machbar.

Fürs Erste wäre somit viel getan. Wenn man gleich so begeistert ist, wie ich, kann man sich dem Rennradsport auch schon mehr annehmen. Durch die hohen Geschwindigkeiten und großen Reichweiten kommt man gleich viel schneller und weiter herum – eine gute Möglichkeit um viel zu Entdecken und sich gleichzeitig Tritt für Tritt gesteigerten Schwierigkeitsstufen anzunähern:
Eine weitere leichte Tour abseits der viel befahrenen Straßen mit mehr als 70 km und fast 600 Höhenmeter bietet sich zwischen Rattenberg und Volders im oberen Unterinntal.

Um sich auch auf steilere Anstiege einzustellen, bietet sich diese kurze mittelschwere Tour auf den Kerschbaumersattel an – als Belohnung wartet ein schöner Ausblick auf die Zillertaler Alpen.

Als ambitioniertes Ziel für den ersten Rennrad-Sommer könnte man den Klassiker Kühtai anstreben.
Hinweis: auch in verschiedenen Richtungen und Varianten möglich.

Gruppensport

Man sieht zwar auch Einzelfahrer auf der Straße, aber als Gruppe ergeben sich doch ein paar Vorteile wie Windschattenfahren um Kräfte zu sparen oder gegenseitige Motivation. Wer seine neue Leidenschaft „Rennrad-Fahren“ also gleich mit anderen teilen und erleben möchte, ist mit Rennrad-Camps gut bedient – zum Beispiel im Rennradcamp der Region Alpbachtal.

Nun bleibt mir nur noch zu sagen – viel Spaß beim „Rennradeln“ – es bietet Suchtpotenzial!

Corinna

Corinna Lanthaler gehört zu denjenigen, die den Winter kaum erwarten können: Kaum schneit es, ist sie schon auf der Piste – und bringt von dort die besten Geheimtipps mit.

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