5 Skipisten mit Kultstatus

Aktualisiert am 04.12.2018KlausKlaus

3.400 Kilometer. So lang sind alle Tiroler Skipisten zusammen. Das ist mehr als der Landweg von London nach Athen. Selbstverständlich sind alle Pisten des Landes bestens präpariert, bieten großartige Abfahrten, schöne Ausblicke. Aber manche Abfahrten sind eben noch ein wenig steiler, rasanter, legendärer.

1. Die Geschichtsträchtigste

Olympiaabfahrt, Innsbruck

Spätestens die Olympischen Winterspiele 1976 zementierten den Ruf Österreichs als Ski-Nation. 60.000 Zuschauer waren damals auf den Patscherkofel gekommen, um Franz Klammer auf der Olympiaabfahrt siegen zu sehen. Bei der Zwischenzeit lag er jedoch nur auf Rang drei. Klammer gab alles, war mehrfach kurz vor dem Sturz, fuhr im „Bäreneck“ sogar neben der eigentlichen Strecke. Seine Verwegenheit brachte ihm olympisches Gold. Und die „Hauspiste“ der Innsbrucker ging in die Geschichte ein.

Foto: TVB Innsbruck / Christian Vorhofer

2. Die Verwegenste

Valluga-Nordabfahrt, St. Anton am Arlberg

Die Valluga-Nordabfahrt am Arlberg gilt als eine der spektakulärsten Freeride-Strecken Tirols. Die Tiefschneeabfahrt im Skigebiet Ski Arlberg ist steil und ausgesetzt – und genau deswegen berühmt und berüchtigt. Ganz besonders macht die Strecke der Weg nach oben. Wer die Kabinen der Vallugabahn II mit Skiern oder Snowboard benützen will, darf das nur mit einem Bergführer tun. Für alle anderen ist auf der Aussichtsplattform auf 2.809 Metern Schluss.

3. Die Längste

Schwarze Schneid, Sölden

Auf der Schwarzen Schneid in Sölden sind brennende Wadeln garantiert. Mit 15 Kilometern ist sie die längste Piste Österreichs. Die Bergstation der Schwarzen Schneid ist der höchste Punkt im Ötztal, der mit einer Seilbahn erreicht werden kann. Vom Rettenbachferner überwindet man fast 2.000 Höhenmeter bis zur Talstation der Gaislachkogelbahn. Österreichweit einzigartig: Das Skigebiet Sölden umfasst gleich drei Dreitausender, die mit Liften erschlossen sind.

Foto: Ötztal Tourismus / Philipp Horak

4. Die Bekannteste

Streif, Kitzbühel

An die 90.000 Zuseher kommen jedes Jahr zum Hahnenkamm-Rennen nach Kitzbühel und 260 Millionen sind am Bildschirm mit dabei. Die Streif gilt als die schwierigste Rennstrecke der Welt. In der Königsdisziplin legen die Athleten 860 Höhenmeter in unter zwei Minuten zurück und springen bis zu 80 Meter weit. Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt bei 103 Kilometern pro Stunde. Vom Rennwochenende abgesehen ist die Piste den ganzen Winter lang für Freizeitsportler geöffnet.

5. Die Schwärzeste

Harakiri, Mayrhofen

Die Harakiri in Mayrhofen ist das steilste Pistenerlebnis Österreichs. Mit 78 Prozent Gefälle ist sie steiler als die Anlaufspur einer Skisprungschanze und damit liegt sie in der Kategorie „dunkelschwarz“. Immer wieder purzeln Skifahrer, die ihr Können überschätzt haben, den Hang hinunter. Am besten ist es also, sich langsam an die Steilheit heranzutasten. Etwa auf der nicht ganz so extremen Piste „Devil’s run“.

5 Tipps für Tirol
Klaus

Nach beruflichen Jahren in Übersee erkundet Klaus Brunner mit Kamera und Mikrofon seine alte Heimat Tirol. Home is where your heart is.

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