Richtig, ich bin Kaiser Maximilian I.!

Aktualisiert am 21.03.2019JannisJannis
Kaiser Maximilian (c) kunsthistorisches Museum

 

 

Ich bin Kaiser Maximilian I., der letzte Ritter und der erste Europäer. Bevor ich mehr von mir erzähle, möchte ich euch Eines sagen: Wer ime im Leben kain Gedechtnus macht, der hat nach seinem Tod kain Gedechtnus, und demselben Menschen wird mit dem Glockendon vergessen. Ich glaube, das mit dem Gedechtnus habe ich ganz gut hinbekommen. Immerhin bin ich auch 500 Jahre nach meinem Tod in ganz Tirol noch immer allgegenwärtig und ihr feiert 2019 sogar ein ganzjähriges Fest zu meiner Ehren. Ich denke, dass habe ich mir verdient. Schließlich hat kein Herrscher die Entwicklung Tirols so geprägt wie ich.

Ich habe Innsbruck zu dem gemacht, was es heute ist. Ein Engel hat mir geflüstert, dass jedes Jahr tausende Besucher über meine architektonischen und künstlerischen Hinterlassenschaften in Innsbruck staunen. Das Goldene Dachl, die Hofburg, das Grabmal in der Hofkirche, die Sammlungen im Tiroler Landesmuseum und im Museum Schloss Ambras. Für mich war Innsbruck immer mein liebster Aufenthaltsort und Zentrum meiner wirtschaftlichen und politischen Machenschaften.

Regieren kann ganz schön anstregend sein. Aber zum Glück bot mir Tirol so ein immenses Angebot an Erholungsmöglichkeiten. Am besten konnte ich beim Jagen und Fischen abschalten. Nirgendswo konnte man so gut jagen wie am Martinsberg vor der Kulisse der Martinswand. Und nirgendswo konnte man dabei so gut vor den Damen angeben, wie in der Martinswand selber. Einmal wäre mir mein Geprahle fast zum Verhängnis geworden. Mein Begleiter hat mich vor dem Absturz aus der Martinswand gerettet. Ansonsten lägen meine Überreste wahrscheinlich in der Maximiliansgrotte, die ihr heute beim Kaiser-Max-Klettersteig durch die Martinswand passiert oder auf spannendem Wege von Zirl aus erreichen könnt. Nach meinen Jagdabenteuern konnte ich beim Fischen entspannen. Wo das am besten ging? Am Achensee, am Heiterwanger See, Plansee und am Tristachersee. Heute wird dort eher nach dem schönsten Instagrambild gejagt, als nach der größten Goldforelle gefischt. Die Seen sind aber auch verdammt schön!

Nun ist es 500 Jahre her, dass ich gestorben bin, unglaublich…Ich freue mich riesig, dass ihr Tiroler mit dem Maximilianjahr 2019 mein Vermächtnis wieder aufleben lasst. Schaut doch mal bei einer der vielen Sonderausstellungen im ganzen Land vorbei oder begibt euch auf meine Spuren in der Tiroler Natur. Ihr könnt viel über mein bewegtes Leben lernen. Und Orte, die schon einem Kaiser imponierten, sind mit Sicherheit sehenswert…

Jannis

Seine Leidenschaft für die Tiroler Bergwelt hat Jannis Braun nach Innsbruck geführt. Wann immer die Zeit sich bietet, schnürt er seine Bergschuhe, steigt auf das Mountainbike oder erkundet das vielseitige Innsbrucker Kulturangebot.

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