Die besten Frühlingsrezepte: Tiroler Spargel mit Rhabarber-Chutney

Aktualisiert am 09.05.2019KlausKlaus

Bei angenehmen Temperaturen und länger werdenden Tagen hat man wenig Lust, stundenlang in der Küche zu stehen. Wir haben Tipps für schnelle, leckere Häppchen aus regionalen Zutaten, die man am besten mit Freunden in der Frühlingssonne genießt.

Schwierigkeit: leicht

Zubereitungszeit: 15 min

Portionen: 4

Einst galt er als Obst für arme Leute, da der anspruchslose Rhabarber in unseren Breiten in jedem Garten üppig gedeiht. Streng genommen gehören die süß-sauern Stangen aber zu den Gemüsen.

In vielen Tiroler Haushalten wird der Rhabarber zwischen April und Juni – ganz klassisch – zu Kompott und Marmelade verarbeitet. Erfahrt hier, wie ihr die säuerlichen Stängel mal anders zubereiten könnt.

Rhabarber-Chutney

  • 500 g Rhabarber
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 3 Esslöffel Apfel- oder Birnenessig
  • 2 Esslöffel Zucker
  • Salz
  • Chiliflocken oder Pfeffer
  • Öl zum Braten

Tipp: Beim Einkaufen müsst ihr darauf achten, dass die Rhabarberstangen möglichst frisch und knackig sind. In ein feuchtes Tuch eingewickelt halten sie sich mehrere Tage im Kühlschrank. Da Rhabarber Oxalsäure enthält und diese mit Metall reagiert, sollten die Stängel weder in Alufolie aufbewahrt noch in einem Aluminiumtopf gekocht werden.

Von den Rhabarberstangen die Blattansätze und den dicken Teil abschneiden. Für Chutney eignet sich am besten roter Rhabarber, der ein feines, fruchtiges Aroma hat.

Rhabarber in kleine Stücke schneiden. Sehr junge, zarte Stangen müssen nicht unbedingt geschält werden.

Zwiebel grob schneiden und bei mittelhoher Hitze leicht braun anrösten.

Geschnittene Rhabarberstücke hinzufügen.

3 Esslöffel Essig dazu. Der Rhabarber „schwitzt“ beim Erhitzen sehr stark, deshalb ist eine weitere Zugabe von Flüssigkeit nicht notwendig.

Zucker, Salz und Chiliflocken dazugeben.

Chutney so lange köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist. Des Öfteren umrühren und dann den Topf zur Seite stellen.

Gebratener Tiroler Spargel

Beim Wort „Spargel“ denken Österreicher spontan ans Marchfeld in der Nähe von Wien. Doch auch im Gebirge gedeiht das leckere Frühlingsgemüse, etwa im Tiroler Unterland und in Osttirol. Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Den Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden.

In Öl auf hoher Hitze kurz anbraten bis die Spargelstangen knallgrün werden – nicht zu lange, sonst werden sie weich. Während des Bratens ein wenig salzen.

Sobald sie auf den Punkt gebraten sind, die Spargel sofort aus der Pfanne nehmen, auf einen Teller geben und mit Rhabarber-Chutney anrichten.

Fertig ist der blitzschnelle Frühlings-Snack.

Wer das Gericht als Hauptspeise genießen will, kann Polenta oder Bratkartoffeln als Beilage reichen. Auch zum Minuten-Steak passt der gebratene Spargel ganz wunderbar.

Die Frühlings-Rezepte für diese Blogserie hat Oscar Germes für uns kreiert. In seinem Ein-Mann-Lokal „Oscar kocht“ in Innsbruck kocht er fleischlose Leckerbissen aus regionalen Zutaten in Bio-Qualität.

Fotos: Charly Schwarz

Klaus

Nach beruflichen Jahren in Übersee erkundet Klaus Brunner mit Kamera und Mikrofon seine alte Heimat Tirol. Home is where your heart is.

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