Tirol im April – Unsere Tipps für den unbeständigen Monat

01.04.2019BenjaminBenjamin
Palmumzug in Zirl, Foto: Tirol Werbung

Sonnenski, österliche Kultur und ein Spektakel auf dem Gletscher – unsere Tipps für den April sind so vielfältig wie es dem Wetter des Monats nachgesagt wird.

„April, April, der macht was er will“, heißt es im beliebten Kinderlied, und genau das ist der Vorteil des traditionell unbeständigen Monats: Wir können es ihm einfach nachmachen. Beim Sonnenskilauf kommen die, die noch Schnee, aber auch schon Sonne genießen wollen, auf ihre Kosten. Zur Osterzeit gibt es mit dem 31. Osterfestival oder einem Besuch im Höfemuseum Kramsach auch für Kulturliebhaber ein buntes Programm. Eines der Höhepunkte des Jahres ist die Show „Hannibal“ in Sölden, in der der berühmte Zug über die Alpen des gleichnamigen historischen Feindes der Römer mit moderner Technik nachgestellt wird.

Aktives im April

Wer die Skier für diese Saison bereits eingepackt hat, hat das möglicherweise zu früh getan. Unter anderem das Skigebiet St. Anton am Arlberg lockt noch bis 28. April mit der Möglichkeit zum Sonnenskilauf auf die dahinschmelzenden Pisten. Bei den frühlingshaften Temperaturen im April kann man manchmal sogar den Anorak gegen ein T-Shirt tauschen, wenn man über den weichen Firnschnee zieht. Ein Fixpunkt am Arlberg, jedoch noch nicht das Ende der Saison, ist „Der Weisse Rausch“, ein legendäres Skirennen, das hunderte Teilnehmer noch einmal auf die Pisten bringt. Das Besondere: Mitten im Rennen müssen die Wettstreiter einen Hang, den „Schmerzensberg“, erklimmen, um als erste über die Ziellinie zu kommen. Heuer findet „Der Weisse Rausch“ am 21. April statt. Wer die Bestzeit von acht Minuten und 14 Sekunden schlagen will, der sollte seine Skier auch am Ende der Saison noch einmal zum Service bringen.

Kulturelles im April

Die Osterzeit in Tirol ist voller gelebter Bräuche: Am Palmsonntag (14. April) ziehen die Einheimischen mit schön geschmückten Holzlatten durch die Dörfer, am Karfreitag hört man im ganzen Land die „Ratscher“, die mit klappernden Holz-Konstrukten die laut einer Legende nach Rom geflogenen Kirchenglocken ersetzen. An fast jedem Tag der Karwoche kann man Tiroler Osterbräuche erleben.

Eine wichtige kulturelle Institution ist das Osterfestival in Innsbruck und Hall. Heuer bereits zum 31. Mal kann man von 6. bis 21. April zum Thema „heimat.welt“ Musik, Film, Tanz und Schauspiel erleben. Ein besonderes musikalisches Ereignis ist das kommende Konzert von Bob Dylan in Innsbruck. Der Nobelpreisträger und die Stimme mittlerweile vieler Generationen gastiert am 19. April in der Olympiahalle.

Am 14. April eröffnet das Höfemuseum Kramsach wieder seine Pforten. Im Freilichtmuseum befinden sich 37 originale Bauernhöfe, die zum Teil mehrere hundert Jahre alt sind. Neben tiefen Einblicken in das bäuerliche Leben der Vergangenheit dürfen die Kleinen am Ostermontag vor Ort Ostereier sammeln, die der Osterhase dort versteckt hat.

Der Gwiggen Hof aus dem Jahr 1625 ist ein Einhof aus der Wildschönau.

Veranstaltungen im April

Flugzeuge, Helikopter, Pistenbullys, Paraglider, Skifahrer und Tänzer sind am 12. April Teil einer spektakulären Show, die eine wahre Begebenheit nachstellt: In der Antike überquerte der karthagische Feldherr Hannibal mit seinem Heer die Alpen, um Rom zu erobern. Obwohl er damals an der Hauptstadt des Weltreiches scheiterte, ist die brutale Überquerung eines großen Teils der Alpen in nur zehn Tagen bis heute Stoff zahlreicher Legenden. Choreografiert vom Kollektiv „Lawine Torrèn“ ist „Hannibal“ laut den Veranstaltern das „größte zeitgenössische Schauspiel der Welt.“  Bei rund 7.500 Besuchern und 500 Mitwirkenden ist am Gletscher einiges los – Tickets in allen Preisklassen kann man jetzt schon hier erwerben.

Rund 7.500 Besucher sehen sich jedes Jahr das Gletscherschauspiel am Reschenbachferner an. Foto: Ötztal Tourismus, Ernst Lorenzi

Ein Jahr in Tirol
Benjamin

Benjamin Stolz liebt und lebt die Gegensätze des Alpenlandes. Als Tiroler mit Höhenangst, papiervernarrter Blogger und Stadtmensch vom Land ist er der Meinung, dass es in Tirol mehr zu entdecken gibt, als man glaubt.

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