Tirol im Juli – Unsere Tipps für einen heißen Sommer in den Alpen

01.07.2019BenjaminBenjamin
Klettern im Osttirol. Foto: Tirol Werbung / Mair Johannes

Im Tiroler Sommer geht es hoch hinaus – beim Klettern, Tanzen und auf der längsten Fußgängerhängebrücke der Welt.

In Tirol weiß man, dass man im Sommer nicht nur ins Freibad gehen muss. In den wenigen fast gänzlich schneefreien Monaten kann man wunderbar klettern oder zu elektronischen Beats abtanzen. Der Tiroler Bezirk Reutte wartet Ende Juli mit einem Ritterfest auf, das seit Jahren zahlreiche Besucher anzieht und in eine ferne Zeit zurückversetzt. Unterm Strich gilt: der Juli ist abwechslungsreicher, als man denkt.

Sportliches im Juli

Die sommerliche Hitze hat die Berge längst vom Schnee befreit. Was den Wintersportler vielleicht reut, ist dafür umso mehr Grund zur Freude für die Kletter-Community. Rund um die Dolomitenhütte zum Beispiel gibt es für fortgeschrittenen Kletterer 116 Routen, in denen man sich dem griffigen Hochgebirgskalk stellen kann. Im Klettergarten Dolomitenhütte in Osttirol findet man unter verheißungsvollen Namen wie „Jesus he knows me“ oder „Gamswurstbaronesse“ aufregende Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden 5-8.

Wer in der hohen Kunst des Kletterns noch nicht bewandert oder bekraxelt ist, kann sich in der „Alpine Safety Area“ in St. Magdalena im Gschnitztal einen ersten Überblick verschaffen. Dort ist es möglich, die einzelnen Schwierigkeitsstufen auf kurzen und längeren Routen einfach zu testen, bevor man sich an die großen Felsen wagt.

Beim Klettersteig in der Stafflacher Wand finden Fortgeschrittene eine neue Herausforderung. Foto: TVB Wipptal

Kulturelles im Juli

Bei den Ritterspielen auf der Burg Ehrenberg geht es actionreich zu. Foto: Robert Eder

Drei Tage in der Vergangenheit leben? Die Ritterspiele auf der Burg Ehrenberg im Außerfern machen das vielleicht nicht ganz möglich, kommen aber nahe dran. Vom 26. bis zum 28. Juli können Besucher dort mehr als 2000 mittelalterlich verkleidete Menschen bestaunen, die das Publikum mit nachgestellten Ritterturnieren, Konzerten und einem Mittelaltermarkt unterhalten. Mit einem umfangreichen Kinderprogramm kommen vor allem die Kleinen auf ihre Kosten. Einer der Höhepunkte ist ein Feuerwerk, das man von der über 700 Jahre alten Burg aus beobachten kann. Wer sich gänzlich schwindelfrei nennt, darf sich trauen, bei der Gelegenheit über die längste Fußgängerhängebrücke der Welt zu gehen. Die gleich neben der Burg befindliche „highline 179“ ist 409 Meter lang und schwebt 114 Meter über dem Abgrund.

Von der Aussichtsplattform in Reutte hat man einen guten Blick auf die Highline 179 und die Burg Ehrenberg. Foto: Tirol Werbung / Hörterer Lisa

Veranstaltungen im Juli

Dass Innsbruck ein Platz ist für Partys in ausgefallener Lage, ist unter Nachtschwärmern längst bekannt. Das Wetterleuchten-Festival kann man dabei mittlerweile als Klassiker dieser Kategorie sehen. Schon seit Jahren beschallt das höchstgelegene Festival Europas auf über 2000 Metern die Berge und die ihm zu Füße liegende Stadt. Neben der Station der Nordkettenbahn werden vom 13. bis zum 14. Juli die Zelte aufgeschlagen und bis spät in die Nacht zu elektronischer Musik getanzt. Die Musik und der Ausblick über die im Dunkeln erleuchtete Alpenstadt belohnen den Weg hinauf in die Berge.

Ein Jahr in Tirol
Benjamin

Benjamin Stolz liebt und lebt die Gegensätze des Alpenlandes. Als Tiroler mit Höhenangst, papiervernarrter Blogger und Stadtmensch vom Land ist er der Meinung, dass es in Tirol mehr zu entdecken gibt, als man glaubt.

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