Tirol im Dezember: Unsere Tipps für den festlichen Monat

Aktualisiert am 02.12.2019BenjaminBenjamin
Die Skisaison ist bereits in vollem Gange. Foto: Ramon Haindl

Diesen Monat hat man die Qual der Wahl – Skifahren oder Eislaufen, Krampus oder Perchten, Silvester am Berg oder im Tal. Wir geben Entscheidungshilfe.

Gefühlt ist der Dezember einer der kürzesten Monate. Die knapp vier Wochen bis Weihnachten vergehen im Flug und Silvester legt schleunigst nach. Die freien Tage im zwölften Monat sind besonders rar, denn Familienfeiern sind auch nicht immer ein Freizeitvergnügen. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen man dem stressigen Vorweihnachtsalltag entfliehen kann.

Sportliches im Dezember

Manche warten schon seit März auf den Dezember – und das nicht wegen Weihnachten. In diesem Monat gehen die meisten Skigebiete Tirols in Betrieb. Wer sich auf das manchmal launische Tiroler Wetter nicht verlassen möchte, der kann mit einem Besuch am Hintertuxer Gletscher im Zillertal auf Nummer sicher gehen, das Skigebiet auf bis zu 3.250 Höhenmetern ist Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet. Vor der neuen Skisaison gilt es nicht nur, die Skier in den Service zu geben. Auch der eigene Körper braucht vor den ersten Schwüngen des Jahres eine kleine Überholung: Mit unseren Fitness-Übungen für die Skisaison kann man sich optimal für die ersten Fahrten des Jahres vorbereiten. Wer nicht gerne Ski fährt, kann sich im Dezember auch selbst aufs Glatteis führen. Der riesige Eislaufplatz der Innsbrucker Olympiaworld ist schon seit November geöffnet.

Kulturelles im Dezember

Anfang Dezember ist in Tirol traditionell die Zeit der „Krampusse“, „Peaschtl“ oder „Kleibeifen“. Die Teufel, als die sich hauptsächlich Männer verkleiden, haben viele Namen. Die symbolischen Begleiter des heiligen Nikolaus sieht man in der Zeit um den 6. Dezember im ganzen Land. Vor allem die Masken, die mittlerweile ein Spektrum zwischen traditionell geschnitzten Exemplaren und den Orks aus „Herr der Ringe“ abdecken, sind furchterregend und kunstvoll zugleich. In Osttirol versuchen die sogenannten „Kleibeife“ die Zuseher der Umzüge auf den Rücken zu werfen. Die Osttiroler Teufel kann man am 4. Dezember sogar in der Innsbrucker Innenstadt sehen. Ein besonderer Umzug ist der Perchtenlauf im Tiroler Unterland: Am 6. Dezember trommeln die unheimlichen „Peaschtl“ auf Benzintanks, während sie durch das mittelalterliche Stadtzentrum von Rattenberg ziehen. Dezember bedeutet für viele Menschen vor allem Advent. Tirol hat aber auch für selbsterklärte Adventmuffel mehr zu bieten, als man glaubt, wie zum Beispiel die Kunststraße in Imst oder eine Bobfahrt im Eiskanal in Igls. Der Essenskultur kann man sich im Dezember gemütlich daheim widmen. Unsere kulinarische Blog-Serie zeigt, wie man die fantastischen Rezepte von Oscar Germes Castro einfach nachkocht.

Beim Perchtenumzug im Tiroler Unterland werden der Überlieferung nach die bösen Geister des Winters vertrieben. Foto: Lea Neuhauser

Veranstaltungen im Dezember

Abendprogramm gibt es im Dezember genug – in jedem größeren Ort findet man Weihnachtsmärkte, auf denen man abends mit einem Glühwein und gerösteten Kastanien flanieren kann. Der Haller Weihnachtsmarkt ist mit den auf die mittelalterlichen Häuserfronten projizierten Kalendernummern besonders idyllisch. Der „Christkindlmarkt Hungerburg“ ist schon längst kein Geheimtipp mehr – viele schätzen die traumhafte Aussicht auf das in der Dämmerung erleuchtete Innsbruck. Genau deshalb ist der Platz über Innsbruck auch zu Silvester sehr beliebt. Neujahr in der Landeshauptstadt bedeutet, dass man die Qual der Wahl hat – entweder man nimmt die Gondel hinauf auf die Seegrube, um das berühmte Bergsilvesterfeuerwerk zu erleben, oder man entscheidet sich dafür, in einem der Clubbing-Events im Tal einfach ins neue Jahr zu tanzen.

Auch auf Weihnachtsengel und den Nikolaus kann man am Innsbrucker Weihnachtsmarkt treffen. Foto: Lisa Hörterer

Ein Jahr in Tirol
Benjamin

Benjamin Stolz liebt und lebt die Gegensätze des Alpenlandes. Als Tiroler mit Höhenangst, papiervernarrter Blogger und Stadtmensch vom Land ist er der Meinung, dass es in Tirol mehr zu entdecken gibt, als man glaubt.

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