100 Dinge, die wir kaum noch erwarten können

30.04.2020Pauline KrätzigPauline Krätzig

Gibt es ein Leben jenseits von Videokonferenzen, Netflix-Orgien, Hometrainer-Sessions und Kochabenden im Selbstversorger-Modus? Wir hoffen es! Ob alles, was wir am liebsten sofort wieder machen würden, diesen Sommer tatsächlich schon wieder möglich sein wird, können wir nicht versprechen. Aber man darf auf jeden Fall davon träumen.

1. Erst mal tiiief frische Bergluft durchatmen

2. Die online powergeshoppte Outdoor-Ausrüstung ausführen

3. Warmwandern auf einem der heimischen Hausberge

4. Virtuelle Ausflüge in die Tat umsetzen

5. Kräuter sammeln statt Nudeln hamstern

6. Endlich wieder Gastfreundschaft ausleben und erleben

7.  Eis entspannt vor der Eisdiele verspeisen

8. Auf Schatzsuche nach Tiroler „Herz.Stücken“ gehen

9. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages am Berg einfangen, nicht die Kinder zum Home-Schooling

10. Gemeinsam draußen schwitzen statt einsam auf dem Hometrainer weinen

11. Kino unterm Sternenhimmel

12. Wasser direkt aus der Quelle schöpfen

13. Vom Stadtbummel zum Klettersteig in 40 Minuten

14. Outdoor-Equipment mieten statt schleppen

15. Selfies vor Gipfelkreuzen statt Screenshots von Zoom-Konferenzen

16. Mit Tirol für die Freiheit kämpfen

17. Kaiserschmarren – auf der Almhütte, nicht mehr aus der Packung

18. Mit Freunden schnapseln

19. Mit Oma und Opa schnapseln

20. Mit dem Hüttenwirt schnapseln

21. Mit Wildfremden schnapseln

22. Kultureller Austausch

23. Kurz mal in einem (oder gleich allen) der über 60 Badeseen abtauchen

24. Grillen mit dem einen Freund, der als einziger einen Grill besitzt

25. In der Bergbahn dem Chemtrail-losen Horizont entgegenschaukeln

26. In Balance bleiben. Downhill. Vollgas.

27. In Balance bleiben. Weit weg. Seelenruhig.

28. Beim Stubenhocken wieder zam hocken

29. Muskelkater nach einer anspruchsvollen Wanderung – nicht nach einer Runde um den Block

30. Die kürzeste Nacht des Jahres wieder mit den Bergen um die Wette glühen

31. Blumen im Haar (oder auf Kuhschädeln) statt Masken im Gesicht

32. Aus den eigenen vier Wänden hinaus, hinein in einen Eispalast

33. Kühles Gras statt Legosteinen zwischen den Zehen

34. Ins feuchtfröhliche Mittelalter reisen

35. Lach- statt Sorgenfalten

36. Das selbstgebackene Bauernbrot nicht nur auf Instagram, sondern mit Freunden teilen

37. Ungedrosseltes Internet für die GPS-App

38. Kletterrouten namens „Another Play in Paradise“ und „Gamswurst Baronesse“ in Angriff nehmen

39. Die rostroten Berghänge zur Almrosenblüte

40. Rucksack packen – zum Bergsteigen, nicht für die Apokalypse

41. Ein bis drei Stück Schokoblechkuchen auf der Höttinger Alm über Innsbruck komaessen

42. Am Berg mit der Sonne aufstehen

43. 26 Kilometer durch die Kitzbüheler Alpen marschieren

44. Mit der Bedienung im Wirtshaus ratschen statt dem Lieferservice durch die Haustür danken

45. Wellenreiten auf dem Inn statt im Internet surfen

46. Kühle Gischt auf der warmen, noch käsebleichen Haut

47. Die Kinder einen Tag lang im Freizeitpark parken (im Tal)

48. Die Kinder noch einen Tag lang im Freizeitpark parken (am Berg)

49. Kuhglockenläuten statt Nachbars Bohrhammer im Ohr

50. Ostern nachholen und nach versteckten Bergseen suchen

51. Holler, Moosbeeren & Granten pflücken statt Klopapier bunkern

52. Mit den Öffis wandern gehen

53. Mit den Großeltern auf ihrem Hausbankerl philosophieren

54. Erdbeeren vom Feld naschen statt tiefgekühlt lutschen

55. In einem fremden, frisch bezogenen Bett ausschlafen – Frühstück inklusive

56. Mit dem Gravelbike rein in die Pedale, raus aus dem Alltag

57. Einen Knödelkurs machen – für die nächste Knödel-Hungerstrecke

58. Auf einer Bank am Wegesrand sitzen. Einfach so. Ohne triftigen Grund

59. Teambuilding statt Home-Office

60. Echte Tiere – kein Plastik-Dino, kein Gummibärchen, keine Naturdoku über Amöben

61. Wieder nur noch über Lappalien wie „Stau durch Schafherde“ meckern

62. Im Hochseilgarten statt auf der Couch abhängen

63. Sich als Erster nach der gefühlten Ewigkeit in einem Gipfelbuch verewigen

64. Den Lagerkoller auf einem Hüttenabend auskurieren

65. Die Ruhe, Geduld und Kraft von Wasser studieren

66. Das Hoagascht’n aus dem Fensterrahmen in Parks verlegen

67. Sich einmal quer durch regionale Spezialitäten futtern und es „Wandern“ nennen

68. Hütten-Hopping statt immer nur Zimmer-Hopping

69. Vom Goldenen Dachl in Innsbruck blenden lassen

70. Beim Almauf- und -abtrieb Schäfchen und Kühe zählen

71. In einem Meer aus Orchideen baden

72. Die Kurve kriegen. Und noch mal. Und wieder. Und wieder…

73. Dem Pfeifen der Murmeltiere lauschen und den Stress-Tinnitus abklingen lassen

74. Mal Lattella, Chabesco, saures Radler und Tiroler Kola probieren

75. Die Brotzeit wieder als Marend in Gesellschaft genießen

76. Hashtags selbst erleben #mountainlove # bestviewever #cloudporn #grauvieh #nofilter #lovetirol

77. Sommergewitter in den Bergen – besser als jeder Techno-Rave

78. 360 Grad Alpenpanorama statt dreckige Fensterscheiben

79. Erinnerungsfotos von glücklichen Urlaubern schießen

80. Beim Radeln am Inn in den Fluss kommen

81. Beim Yoga am Berg in den Flow kommen

82. Einen Kaspressknödel auf der Alplhütte in Mieming

83. Ungestraft auf etwas einschlagen

84. Nach Tirols „Big Five“ Ausschau halten

85. Einen Blumenstrauß pflücken

86. Beim Bouldern die gestärkten Nerven beweisen

87. Ein Glas frische, nicht homogenisierte Kuhmilch

88. Mutprobe über die längste Hängebrücke der Welt

89. Spontan etwas unternehmen

90. Auf einem Bauernmarkt um Cent-Beträge feilschen

91. Auf einem Bauernhof Kühe melken, Kälber füttern, Stall ausmisten – alles, nur nicht sitzen

92. Die Restless-Legs auf dem Rennrad durchdrehen lassen

93. Der Duft von Heu, Stroh und Kuhmist statt der dicken Luft daheim

94. Regenbögen an Wasserfällen

95. Sich von Regentagen zur Kultur verleiten lassen

96. Die Welt umarmen (erstmal metaphorisch!)

97. Den Kreislauf kicken

98. Mit den Kindern nach „echten“ Bergkristallen schürfen

99. Die neuen alten Freiheiten nachhaltig genießen

100. Einen 3000er besteigen, alles unter sich lassen und nach vorne blicken

Pauline Krätzig

Pauline Krätzig schreibt am liebsten über Menschen – deren Kultur, Geschichte(n) und Traditionen. Davon gibt es in Tirol jede Menge. Und verdammt guten Latschenlikör.

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8 Kommentare

Gregor

Vielen Dank für diesen tollen Blog.

Gerade in dieser Zeit, wo wir merken, dass die gewohnte Freiheit fehlt, die Tage zwischen Einschränkungen, Familie und Arbeit einen zeitweise zur Verzweiflung bringen - brauchen wir Visionen, schöne Gedanken und Vorfreude. Vorfreude auf Urlaub, Natur und herzliche Menschen. #LOVE_TIROL

Theresa

Freut uns, wenn dir der Artikel gefallen hat! :-)

Toni

Bei dieser Vielfalt in Tirol fällt es mir unglaublich schwer, eine Prioritätenliste aufzustellen. Es gefällt mir alles, doch was mache ich sofort und was verschiebe ich auf später. Tirol - ein Wahnsinn!!

Theresa

Vielen Dank für dein tolles Feedback! :-)

Hermann Kob

Hallo alles toll, meine Wanderfreunde und ich freien uns schon auf unseren bereits gebuchten Urlaub Kössen. Dort beim GUCK sind wir schon Stammgäste und haben schon wundervolle Urlaube genossen.
Wir hoffen, daß es trotz CORONA im Juli 2020 wieder klappt bis dahin SERVUS

Theresa

Lieber Hermann,
Vielen Dank für dein Feedback, wir wünschen dir einen schönen Sommer :-)
Liebe Grüße aus Tirol!

Sandro

Ich habe heute Post von Euch bekommen... "meinTirol"
Die netten Worte im Anschrieben und die Aussicht auf bessere und freiere Tage haben Mut gemacht

Vielen Dank dafür schon mal.

P.S:: Die Bilder und Texte im Heft sind natürlich auch (wie immer) der Hammer!!

Albert

Vielen Dank Pauline Krätzig für diesen wunderbaren Beitrag.
100 Punkte die das Fernweh aktivieren. Fernweh auf Dinge die, relativ, nahe sind.

Noch eine schöne, kreative und Ideenreiche Zeit

Liebe Grüße
Albert

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